Prüfen muss die Regierung gemäss dem Postulat auch, ob eine Projektgruppe mit den bestehenden Finanzierungspartnern und allenfalls neuen Partnern gebildet werden kann. Geprüft werden soll auch ein allfälliger Standortwechsel oder eine bessere Anbindung des heutigen Standorts in Münchenstein BL an den öffentlichen Verkehr.

Mit dem Postulat muss die Regierung im Weiteren prüfen, ob eine partnerschaftliche Übergangsfinanzierung bewerkstelligt werden kann, damit Bundesmittel für die Jahre 2018 bis 2022 gesichert werden können. Vorgeschlagen werden zudem Ausstellungen mit regionalem Bezug und eine Roger-Federer-Abteilung.

Die Regierung hatte den Vorstoss abgelehnt. Das Sportmuseum Schweiz sei ein privates Museum. In den letzten Jahren sei es mit insgesamt 750'000 Franken aus dem Swisslos-Fonds Basel-Landschaft unterstützt worden. Dies sei als Anschubfinanzierung gedacht gewesen. Das Ziel, eine selbständige und nachhaltige Finanzierung sicher zu stellen, habe das Museum jedoch nicht erreicht.

150'000 Objekte in der Sammlung

Das 1945 gegründete Museum hat mit seinen rund 150'000 Objekten eine der weltweit grössten Sammlungen zur Sport-Geschichte. Sein Ziel ist primär das Einbetten des Sports in die Schweizer Kulturgeschichte. Historiker bereiten die Bestände auf, die durch Schenkungen und Leihgaben auch immer weiter wachsen.

Das Museum ist seit 2011 mit einem neuen Konzept als "Begehlager" in Stadtnähe auf Boden von Münchenstein domiziliert. Mit 600'000 Franken Jahresbudget und fünf Vollstellen hat es neben der Sammlungspflege weder Geld für grosse Werbung noch für üppige Shows. So dümpelt es bei rund 2000 Besuchenden im Jahr.

Der Grosse Rat des Kantons Basel-Stadt hat im Januar für 2016 und 2017 je 150'000 Franken für das Sportmuseum gesprochen. 100'000 Franken von Swiss Olympic fliessen bis 2019 weiter, doch die 150'000 Franken-Subvention vom Bund läuft heuer aus.