Das war 2010

Reinacher Werbeagentur gewann den Jungunternehmerpreis 2010

Die Werbeagentur Fadeout von Alexander Meyer hat dieses Jahr stark expandiert.

Jungunternehmerpreis 2010

Die Werbeagentur Fadeout von Alexander Meyer hat dieses Jahr stark expandiert.

Die Reinacher Agentur für digitale Kommunikation hat eine Marktlücke entdeckt. In diesem Jahr verdoppelt Fadeout den Umsatz und die Mitarbeiterzahl. Die Aussichten sind rosig.

Die Jury des Jungunternehmerpreises wollte von Alexander Meyer wissen, was er mit seiner Agentur für digitale Kommunikation anders mache als die anderen. Darauf knüpfte sich der Fadeout-Geschäftsführer ein Video mit einer Rede von Jury-Mitglied Peter Malama vor.

Dieser präsentiert das Video auf seiner Homepage. Meyer zeigte, was seine Agentur besser gemacht hätte. Erstens: «Das Video ist zu lang. Das schaut niemand am Stück. Wir setzen Indexe, damit man Teile davon direkt anklicken kann.» Zweitens: «Produktionstechnisch darf das Video nicht nach Hobbyfilm aussehen.» Drittens: «Überflüssige Szenen rausschneiden, zum Beispiel jene, in der das Mikrofon auf den Boden fällt.» Viertens: «Film und Ton stimmen nicht überein.»

Diese freche Lektion hat die Jury offenbar überzeugt. Der Basler Gewerbeverband und die Junge Basler Wirtschaftskammer haben Fadeout den Jungunternehmerpreis 2010 verliehen. Damit erhält das Reinacher Unternehmen Managementkurse im Wert von 10 000 Franken. Wichtiger ist für Meyer aber der Prestigegewinn: «Dank dem Preis kommen wir leichter an Aufträge, da wir eine Art Gütesiegel erhalten haben.» Aber schon vor diesem Anschub war der Reinacher auf steilem Erfolgskurs.

Umsatz auf eine Million gesteigert

Dieses Jahr hat er den Umsatz von 400 000 Franken auf eine Million gesteigert und die Zahl seiner Mitarbeiter auf sechzehn verdoppelt. Steigt dadurch nicht auch der Druck, der auf jedem Selbstständigerwerbenden lastet? Diese Frage hört Meyer ständig. Er verneint mit einem herzhaften Lachen: «Glücklicherweise ist die Auftragslage hervorragend: Damit haben wir das Budget für das nächste Jahr schon jetzt gedeckt.» Es muss sich deshalb keine Sorgen machen, wir er 2011 die Löhne bezahlt. Das ist für ihn das Allerwichtigste: «Ich will kein Medienimperium aufbauen, sondern ein guter Arbeitgeber sein.»

Dazu gehört,dass seine Mitarbeiter eine hohe Eigenverantwortung geniessen. «Bei uns weiss jeder selber, was er zu tun hat - und wenn nicht, helfe ich gerne weiter», sagt Meyer verschmitzt. Er führt ein junges Team mit Durchschnittsalter 25: «Ein Fadeouter ist mit den neuen Medien aufgewachsen und ein digitaler Freak.» Davon braucht er immer mehr: «Wir suchen ständig neue Talente, also meldet Euch!» Das in der Region bekannteste Angebot der im Reinacher Businesspark eingemieteten Firma ist das Gemeinde-TV.

Für die Gemeinden Aesch, Arlesheim, Reinach und Therwil produzieren Meyer und seine Mitarbeiter kurze Videosendungen. «Wir können die Gemeindenachrichten nicht interessanter machen, aber sie in einem Videobeitrag ansprechender herüberbringen», erklärt er. Andere Medien konkurrenziert er damit nicht: «Wir sind keine Journalisten, sondern eine Werbeagentur.»

Meyer hat sich schon in der Primarschule als Verkäufer profiliert: «Ich habe zum Beispiel immer am meisten Schoggitaler abgesetzt.» Die Firma Fadeout hat der 35-Jährige vor drei Jahren in seinem Bastelraum gegründet - «im Pyjama», wie er lachend anfügt. Fadeout ist bereits seine dritte Firma: «Ideen haben viele, nur setzen sie die meisten nicht um.»

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