Baselbieter Wahlen 2019

Rekord geknackt: So viele Frauen wie noch nie im Landrat

Fast wurde sogar die magische 40-Prozent-Marke geknackt. Mit 38,88 Prozent Frauen im Landrat und 35 von 90 Sitzen ziehen die Baselbieter Kandidatinnen in Rekord-Stärke in das künftige Parlament ein. Das bedeutet noch einen Sitz mehr als vor 4 Jahren. Nach den Gesamterneuerungswahlen von 2011 lag der Frauenanteil mit 32 Sitzen noch bei 35,55 Prozent. 

Maya Graf, Baselbieter Nationalrätin der Grünen und Co-Präsidentin von Alliance F, dem Bund Schweizerischer Frauenorganisationen, ist über das gute Ergebnis sehr erfreut. Wie sie betont, haben insbesondere die Grünen beim Frauenanteil ihr Ziel mehr als erfüllt. Von der neuen 14-köpfigen Fraktion sind acht weiblich. «Die bürgerlichen Parteien SVP, FDP und CVP haben in dieser Hinsicht noch einiges an Aufbauarbeit zu leisten.»

Bei der SVP haben die Frauen lediglich 4 von 21 Sitzen, bei der FDP 5 von 17 und bei der CVP 2 von 8 erreicht. Graf ist davon überzeugt, dass sich in den kommenden Jahren ein Gleichgewicht zwischen Frauen und Männern einpendeln müsse und dies auch möglich sei. «Es ist eine Selbstverständlichkeit und auch Notwendigkeit, dass Frauen die Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gleichermassen mitgestalten», fordert Graf.

Auch Jana Wachtel von der Fachstelle für Gleichstellung BL ist über den Frauenanteil des neuen Landrats sehr erfreut. Wachtel erhofft sich, dass sich dieser Trend in vier Jahren fortsetzt und nahe an die 50-Prozent-Marke kommt. Schön wäre es, sagt Wachtel, wenn bereits im Herbst die erste Baselbieter Ständerätin gewählt würde.

Neben Maya Graf hat auch die Baselbieter FDP-Nationalrätin Daniela Schneeberger ihr Interesse an einer Kandidatur für den Ständerat angemeldet. Was noch aussteht, ist die Bestätigung von Schneebergers Kandidatur durch die bürgerlichen Partner SVP und CVP.

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