Frontal-Crash

Rindlisbacher belastet sich selber: Nicht «nur» alkoholisiert, sondern auch zu schnell unterwegs

Zur Frontal-Kollision im Baselbiet, den der bekannte Kabarettist René Rindlisbacher verursachte, kommen neue Details ans Tageslicht. So verrät Rindlisbacher selber, dass er zu schnell unterwegs war. Zudem hat die Polizei die Verletzungen der beiden Opfer vor Ort zu gravierend beurteilt.

Gegenüber dem «Blick» zeigte sich der Aargauer Kabarettist zerknirscht: «Ich habe Mist gebaut.» Gleichzeitig betont er, dass er mit den beiden Opfern täglich telefoniere und es allen gesundheitlich gut gehe. «Wir sind glimpflich davon gekommen, haben nur Prellungen erlitten», sagte er im «Blick».

Ehepaar nicht schwer verletzt

In der Mitteilung der Baselbieter Polizei von vergangener Woche war noch davon die Rede, dass die beiden Insassen des entgegenkommenden Fahrzeugs «schwer verletzt» mit der Rega in ein Spital geflogen wurden. «Mein Wissensstand ist, dass die Personen nicht so schwer verletzt wurden, wie dies zunächst dargestellt wurde», sagt nun aber Nico Buschauer, Sprecher der Baselbieter Staatsanwaltschaft. Zum Glück. Offenbar konnte das betroffene Ehepaar das Spital bereits wieder verlassen.

Stawa-Sprecher Buschauer will dies der Polizei nicht als Fehlleistung vorhalten. Diese habe ihre Einschätzung der Lage nach bestem Wissen und Gewissen getroffen. Einen «Lehrblätz» gebe es aber gleichwohl für alle Beteiligten: «Es wäre hilfreich, die Strafverfolgungsbehörden würden sich künftig zur Schwere der Verletzungen vorsichtiger äussern», findet Buschauer.

Ausweis wohl über ein Jahr los

Gegenstand der laufenden Strafuntersuchung ist auch die Geschwindigkeit, mit der Unfallverursacher Rindlisbacher unterwegs war. In einem Interview mit «TeleM1» räumte er selber ein, dass er «zu schnell» in eine Rechtskurve gekommen sei.

René Rindlisbacher: „Ich bin zu schnell gefahren"

René Rindlisbacher: «Ich bin zu schnell gefahren»

  

Das ist durchaus pikant. In der Polizei-Mitteilung war von überhöhter Geschwindigkeit noch nicht die Rede. Das würde jedoch strafverschärfend hinzukommen: «Jede einzelne Abweichung vom Strassenverkehrsgesetz zählt», betont Buschauer. Sollten sich die Vorwürfe im Rahmen des Verfahrens erhärten, ist Rindlisbacher den Führerausweis mindestens ein Jahr los.

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