Die Weleda AG ist gut unterwegs: Die globale Marktführerin für zertifizierte Naturkosmetik und anthroposophische Arzneimittel steigerte im vergangenen Jahr ihren Gesamtumsatz. Er stieg um 2,8 Prozent von rund 400 Millionen Euro auf über 412 Millionen Euro.

Michael Brenner, Finanzchef von Weleda, zeigte sich bei der gestrigen Präsentation erfreut über die erwirtschafteten Zahlen: «Am Anfang war der Gewinn, dass wir effizienter werden und sparen. Jetzt investieren wir wieder. Aber so vorsichtig, dass die Zusatz-Investitionen und das, was zurückkommt, in einer guten Balance bleiben.»

Ein ungewöhnlicher Bau

Das Unternehmen baut weltweit aus. Im Juni 2018 wurde die erste Tochtergesellschaft der Weleda-Gruppe im asiatischen Raum gegründet. Weleda-Produkte werden auf allen fünf Kontinenten und in über 50 Länder vertrieben.

Ein Höhepunkt im vergangenen Geschäftsjahr war die Eröffnung des neuen Bürogebäudes am Hauptsitz in Arlesheim, direkt neben dem Schaugarten von Weleda. Der Neubau beherbergt die Abteilungen Marketing und die medizinisch-wissenschaftliche Auskunft. Der Büroneubau besteht aus Holzelementen, gefertigt aus einheimischem Buchenholz. Zudem ist das Gebäude nach dem Minergie-Eco-Standard errichtet und besitzt eine Heizung/Kühlung mit reversiblen Erdsonden. Das heisst, dass im Winter die Energie aus dem Erdreich gewonnen und im Sommer wieder an das Erdreich zurückgegeben wird.

Weleda habe sich bewusst für diese spezielle Bauweise entschieden, sagte Finanzchef Brenner zur bz: «Ein einfacher konventioneller Bau hätte gar nicht zu Weleda gepasst. Man spürt die Firma im neuen Gebäude.»

Das Projekt sei zwar gegenüber einer konventionellen Bauweise rund 20 Prozent teurer geworden. Von diesen 20 Prozent liessen sich jedoch deren 18 über acht Jahre hinweg amortisieren. Die höheren Anschaffungskosten würden sich auf lange Sicht also wieder ausgleichen. Ein nicht messbarer Faktor sei zudem die höhere Zufriedenheit der Mitarbeiter, die im Neubau tätig sind. «Man kann sagen, dass es eine Win-win-Situation ist», sagte Brenner.

«Hier sind wir zu Hause»

Die Mitarbeiter wurden laut Brenner bei der Planung des neuen Bürogebäudes miteinbezogen. So durften sie etwa bei der Farbwahl der Wände oder auch bei der Inneneinrichtung mitreden. Diese Zusammenarbeit wirke sich positiv aus, sagte Brenner, ihm sei etwas Erfreuliches aufgefallen: «Die Mitarbeiter sprechen, wenn sie das Gebäude präsentieren, von ihrem Daheim. Und wo gibt es das schon, Mitarbeiter, die ihren Arbeitsplatz als Daheim bezeichnen?»