Grosser Rat

Rund 2 Millionen aus Basel-Stadt für «Genuss für Stadt und Land»

Einzig die FDP sprach sich im Parlament gegen das Vorhaben aus. Es sei falsch, ein «Lifestyle»-Projekt mit Steuergeldern zu finanzieren, sagte deren Sprecher. Bild: fdu

Einzig die FDP sprach sich im Parlament gegen das Vorhaben aus. Es sei falsch, ein «Lifestyle»-Projekt mit Steuergeldern zu finanzieren, sagte deren Sprecher. Bild: fdu

Basel-Stadt unterstützt das bikantonale Projekt «Genuss für Stadt und Land» zur Förderung der lokalen und regionalen Landwirtschaft bis 2026 mit rund 2 Millionen Franken. Der Grosse Rat hat am Donnerstag einen entsprechenden Kredit mit 67 zu 9 Stimmen bei 2 Enthaltungen abgesegnet.

Einzig die FDP sprach sich im Parlament gegen das Vorhaben aus. Es sei falsch, ein «Lifestyle»-Projekt mit Steuergeldern zu finanzieren, sagte deren Sprecher.

Eine Vertreterin des Grünen Bündnisses hingegen sprach von einem Projekt, das «im Interesse der Nachhaltigkeit» liege.

«Genuss aus Stadt und Land» ist Teil des schweizweiten Förderprogramms «Projekt zur regionalen Entwicklung» des Bundesamts für Landwirtschaft. Es hat zum Ziel, die lokale und regionale Landwirtschaft stärker in den Fokus der Verbraucher zu rücken. In den beiden Basel haben sich verschiedene Landwirtschaftsverbände, Baselland Tourismus sowie staatliche Ämter zu einer Interessengemeinschaft formiert.

Die Gesamtkosten für die Jahre 2020 bis 2026 werden auf 16,4 Millionen Franken geschätzt. 6 Millionen sollen die beiden Basel beitragen - zwei Drittel davon Baselland, ein Drittel Basel-Stadt. knapp 5 Millionen Franken werden vom Bund erwartet, den Rest müssen die privaten Projektträger übernehmen.

Der Basler Beitrag wird nur ausbezahlt, wenn auch Baselland dem Vorhaben zustimmt. In der vorberatenden Volkswirtschafts- und Gesundheitskommission des Landrats war das Projekt allerdings höchst umstritten. Die Vorlage wurde dort, nachdem es in einer ersten Runde noch abgelehnt worden war, mit 7 zu 4 Stimmen bei 2 Enthaltungen abgesegnet.

Im Baselbiet wurden vor allem Befürchtungen geäussert, dass durch die Subventionierung von privaten Projekten Konkurrenzbetriebe benachteiligt würden.

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