Kunsthaus Baselland

Sabine Schaschl verlässt das Kunsthaus Baselland und wechselt nach Zürich

Sabine Schaschl tritt als Direktorin des Kunsthauses Baselland zurück.

Sabine Schaschl tritt als Direktorin des Kunsthauses Baselland zurück.

Sabine Schaschl verlässt das Kunsthaus Baselland und wechselt im kommenden April an das Museum Haus Konstruktiv in Zürich. Als Kuratorin hat sie das Kunstschaffen der Region während Jahren massgeblich mitgeprägt.

Sabine Schaschl, die Direktorin des Kunsthaus Baselland verlässt ihr Haus in Muttenz und wechselt im kommenden April in das Museum Haus Konstruktiv in Zürich. Damit verabschiedet sich eine Kuratorin und Kunstvermittlerin, die nicht nur die Kunstszene rund um Basel während Jahren mit wohltuenden Impulsen versorgt, sondern auch Ausstellungen organisiert hat, die international beachtet wurden.

Die Szene neu aufgemischt

Sabine Schaschl hatte keinen einfachen Start, die Kunstszene war nach dem Abgang von Andreas Baur deillusioniert. Sabine Schaschl gelang es innert kurzer Zeit die Wogen zu glätten, auch in dem sie ein Programm mit einer gekonnten Mischung aus international und regional tätigen KünstlerInnen präsentierte. Bereits im ersten Jahr 2002 zeigte sie eine Ausstellung der zum Basler Künstlerkreis gehörigen Franziska Wüsten, ein Jahr später Ausstellungen von Pia Gisler, Anna Amadio und Eric Hattan; ihn zeigte sie in Kombination mit dem österreichischen Künstler Werner Reiterer. Rasch etablierte sie zudem die Kabinettsräume im Hochparterre, die regionalen Positionen vorbehalten waren. Sie ermöglichte Kilian Rüthemann, Dagmar Heppner, Chris Zufferey, Renate Buser, Stefan Burger und Kaspar Müller erste institutionelle Einzelausstellungen.

Ehrgeiziges Programm

Doch damit nicht genug. Sabine Schaschl hat immer auch grosse Gruppenausstellungen organisiert - oftmals in Kooperation mit anderen Kuratoren, wie Christoph Doswald, Claudia Spinelli oder wie jüngst in der Ausstellung «Schlagwörter und Sprachgewalten» mit Nadja Schneider-Willen. Und sie zeigte internationale Kunstschaffende, die am Anfang ihrer Karriere standen oder bisher in Basel unbekannt waren: Keren Cytter, Agnieszka Brzezanska, Martin Walde, Robert Cahen, Gavin Turk, Elodie Pong, Sofie Thorsen sind stellvertretend genannt. Doch auch Vermittlung und Geselligkeit haben unter ihrer Leitung zugenommen.

Leider waren da in jüngster Zeit auch die Querelen um einen neuen Standort auf dem Dreispitz, den sie selbst stets begrüsst hat. Doch hielt sie sich in der Auseinandersetzung diplomatisch zurück und liess ihren Vorstand walten. Er agierte bislang nicht gerade erfolgversprechend.

Mit Sabine Schaschl verlässt eine ausgewiesene Kuratorin das Haus, die nicht nur Herausragendes für die Region geleistet hat, sondern auch immer wieder mal Ecken und Kanten zeigte und zu diesen auch stand. Auch die Streitlust wurde im Kunsthaus kultiviert. Doch sie gehört zur Kunst wie die Künstler. Ecken und Kanten passen zudem bestens zu ihrem neuen Arbeitsort, dem Zürcher Museum Haus Konstruktiv, eine Stunde entfernt und damit auch für die Basler in Reichweite.

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