Strassenbau

Salina Raurica: Wenig Gehör für Anwohnerprotest

Die neue Strasse soll ab Ende 2022 entlang der Autobahn verlaufen.

Verlegung der Kantonsstrasse

Die neue Strasse soll ab Ende 2022 entlang der Autobahn verlaufen.

Seitdem im vergangenen November die Bagger aufgefahren sind, um die Rheinstrasse parallel zur Autobahnschneise A2 zu verlegen, kocht in Pratteln die Volksseele. Gleich zwei Petitionen von Anwohnern liegen vor, welche den sofortigen Baustopp und den Erhalt des Ist-Zustands im Entwicklungsgebiet Salina Raurica fordern. Zudem wurde in gleicher Absicht auf Gemeindeebene die Volksinitiative «Salina Raurica Ost bleibt grün» mit rund 900 Unterschriften eingereicht.

Nun, mit allzu viel Verständnis von offizieller Seite können die Anwohnerinnen und Anwohner nicht rechnen. Dies geht aus den Beratungen in der Petitionskommission des Landrats hervor, die sich Ende Januar abschliessend mit den beiden Volksbegehren befasst hat. Der Widerstand gegen die Strassenverlegung käme «reichlich spät», heisst es etwa im gestern publizierten Kommissionsbericht. Die Baumassnahmen seien von langer Hand geplant, und es bestehe kein Anlass, etwas an den rechtsgültig beschlossenen Richt- und Zonenplänen zu ändern. Ein gewisses Verständnis zeigten die Kommissionsmitglieder einzig für den «etwas unsensibel» gewählten Zeitpunkt der Räumung der anliegenden Schrebergärten im vergangenen Oktober: Hier hätte man mit der Kündigung bis zum Ende der Vegetationsperiode zuwarten können.

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