Fall Therwil

Schüler verweigern Händedruck noch immer - Sek ergreift Massnahmen

Die Leitung der Therwiler Sek ergreift erste Massnahmen gegen die muslimischen Schüler. (Archiv)

Die Leitung der Therwiler Sek ergreift erste Massnahmen gegen die muslimischen Schüler. (Archiv)

Schneller als gedacht macht die Schulleitung der Sekundarschule Therwil von den neuen Sanktionsmöglichkeiten bei Händedruck-Verweigerungen Gebrauch.

Wie die Baselbieter Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion (BKSD) mitteilt, weigern sich die beiden muslimischen Brüder weiterhin, der Lehrerin die Hand zu geben. Die Schulleitung akzeptiere dieses Verhalten nicht und werde jetzt die gemäss Bildungsgesetz möglichen Massnahmen anwenden.

Mit welcher Sanktion die Jugendlichen nun konkret rechnen müssen, möchte BKSD-Sprecherin Deborah Murith auf Anfrage nicht offenlegen. Aber: «Die Schule beginnt sicher nicht sofort mit einer Busse oder einem temporären Schulausschluss. Denn gemäss Gesetz muss sie verhältnismässig agieren.»

Dass der Islamische Zentralrat der Schweiz (IZRS) bereits mit einer Klage gedroht hat, sei für die BKSD «in Ordnung», so Murith: «Wir scheuen die juristische Auseinandersetzung nicht.» (mn)

Handschlagpflicht an Schulen

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Religionsfreiheit hin oder her: Die muslimischen Brüder aus Therwil müssen ihrer Lehrerin ab sofort die Hand reichen.

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