Wettbewerb

Schüler vom Gym Oberwil erhalten Preis für Hirngespinste

Caipirinhas schlürfen am Strand von Basel, ein Schloss im Nirgendwo: Oberwiler Gymnasiasten hauchen Basel neues Leben ein. Die kreativen Projekte der Klasse 4h am Gymnasium Oberwil wurden in einem landesweiten Wettbewerb ausgezeichnet.

Nasskalte Einkaufszentren, verrottete Hinterhöfe, abstossende Industrie-Bauten. Daraus sollten beschauliche Fleckchen entstehen. Von «UnOrten zu InOrten» war das Thema eines landesweit ausgeschriebenen Schulwettbewerbs.

In der Siegergruppe landete die Klasse 4h des Gymnasium Oberwil. Die Schüler zeigten viel Kreativität und setzten ihre Ideen am Computer um. Aus unscheinbaren Orten in der Region bastelten sie eine fantasievolle Welt und erhielten eine neue Perspektive auf ihre Umwelt.

Die Jury zeigte sich beeindruckt von den Ideen der Oberwiler Gymnasiasten, meint Urs Rietmann, der die Arbeiten bewertete. Es sei keine normale «Klassenarbeit», vielmehr ein «professioneller Umgang mit Bildbearbeitungsprogrammen», die die Klasse an den Tag legte.

Das Kindermuseum Creaviva in Bern hatte den Wettbewerb ausgeschrieben. Es ist eine Kreativwerkstatt, die unter anderem von der Mobiliar gesponsert wird. Creaviva-Leiter Rietmann möchte Kindern und Jugendlichen Kunst und Kreativität näher bringen. Er will ihnen «einen kreativen Schlüssel zur Welt geben». Und dazu werden regelmässig Veranstaltungen, Workshops und eben Wettbewerbe organisiert.

Mit Fantasie und Photoshop

Aus der ganzen Schweiz sendeten Schulklassen ihre kreativen Projekte ein. In Wetzikon produzierte man beispielsweise einen Film als Wettbewerbsbeitrag. Die Aussage war: «InOrte» sind immer dort, wo man netten Menschen begegnet. Sie drehten also einen Film zum Thema Liebe.

In Biel beliess es eine Klasse nicht bei den theoretischen Vorschlägen. Sie malten ihren Schulhof an und setzten so ihre Ideen in die Tat um.

Die Oberwiler Klasse, die den Schwerpunkt Bildnerisches Gestalten (BG) belegt, zeigte ein breites Spektrum an Visualisierungen. Der BG-Lehrer Samuel Aggeler hat die «Herangehensweise mit Photoshop gereizt». Er wollte seine Schüler für Architektur sensibilisieren und ihnen ein Bildbearbeitungsprogramm am Computer näherbringen. Der Wettbewerb kam dazu wie gerufen. Dass es dann gleich für einen Sieg reichte, macht Aggeler besonders stolz.

Der Fantasie der Schüler waren keine Grenzen gesetzt. Neben fantasievollen Hirngespinsten entstanden realistische Kompositionen . So beispielsweise die Umsetzung von Vincent Schneider. Er suchte sich ein verlassenes Stellwerkhäuschen am Klybeck-Quai und funktionierte dieses zu einem Café um. Daraus wurde ein beschaulicher «Place-to-be», der an eine Buvette an der Rheinpromenade erinnert.

Andere Projekte beschäftigten sich mit dem Industrieareal auf dem Dreispitz. Eine Schülerin fand, ein dortiges Hochhaus passe besser auf eine Wiese in der Natur – vielleicht lassen sich andere dadurch inspirieren.

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