Muttenz

Schule bezeichnet SVP als rechtspopulistisch - Partei reicht Interpellation ein

Das Gymnasium Muttenz: In einer Geschichtsstunde wurde die SVP auf einem Aufgabenblatt als rechtspopulistisch bezeichnet.

Das Gymnasium Muttenz: In einer Geschichtsstunde wurde die SVP auf einem Aufgabenblatt als rechtspopulistisch bezeichnet.

Im Geschichtsunterricht am Gymnasium Muttenz wurde die SVP auf einem Arbeitsblatt zum Thema Rechtspopulismus aufgelistet - neben Parteien wie der AfD oder der Lega. Die SVP ist bestürzt und will Antworten vom Regierungsrat.

«Wird die SVP in den Schulen verunglimpft?» Mit dieser Frage soll sich der Baselbieter Regierungsrat auseinandersetzen. Die Fraktions- und Parteileitung der SVP Baselland schreibt in einer Medienmitteilung, dass sie «zum Vorfall am Gymnasium Muttenz» eine Interpellation einreicht.

Hintergrund ist ein Arbeitsblatt aus einer Geschichtsstunde von Ende Januar. Das Thema: Rechtspopulismus. In Gruppen sollen sich die Schüler mit den Beispielen AfD (Deutschland), FPÖ (Österreich), Fidesz (Ungarn), Lega (Italien), Rassemblemnent National (Frankreich), PiS (Polen) und auch der SVP beschäftigen und Kurzpräsentationen vorbereiten. Als Elemente des Rechtspopulismus werden auf dem Arbeitsblatt Fremdenfeindlichkeit und Autoritarismus sowie eventuell Rassismus, Antisemitismus und Homophobie genannt. 

Die Junge SVP Baselland äusserte sich damals in einer Mitteilung empört über das Arbeitsblatt. Zugestellt wurde es der Partei von einem Schüler der Klasse, der selber in der JSVP ist.

Nun hat sich auch die Parteileitung der kantonalen SVP mit dem Vorfall beschäftigt. «Die SVP Fraktions- und Parteileitung hat mit Bestürzung von den Vorgängen am Gymnasium Muttenz zur Kenntnis genommen», schreibt die Partei in der Mitteilung. Es handle sich um einseitige und die Neutralität im Schulunterricht verletzende Vorgänge. Die SVP habe daher beschlossen, vom Regierungsrat entsprechende Antworten zu erhalten und verlangt eine Klarstellung. (ksp)

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