Auszeichnung

Schwimmsportschule Liestal erhält Gütesiegel

Ladina Aeschimann leitet die Schwimmsportschule.

Ladina Aeschimann leitet die Schwimmsportschule.

Sie bildet Jungschwimmer vorbildlich aus. Das bestätigt ihr jetzt der Schweizer Dachverband mit der Verleihung der ziemlich exklusiven Qualitätslizenz.

Für die Schwimmsportschule Liestal bedeutet der nächste Montag Jahreshöhepunkt: Ihre Leiterin Ladina Aeschimann kann vom Schweizerischen Schwimmverband – neuerdings nennt er sich Swiss Aquatics – die Qualitätslizenz entgegennehmen. Diese Auszeichnung haben bis jetzt in der Schweiz erst eineinhalb Dutzend Schwimmschulen erhalten; in der Nordwestschweiz sind dies die Aqualetics Basel und die Schwimmschule Frick.

100 Kinder lernen das Schwimm-Einmaleins

Die Lizenz besagt laut Swiss Aquatics, dass die entsprechend Ausgezeichneten qualitativ hochwertigen Schwimmunterricht bieten, gut ausgebildete Schwimmsportlehrer in ihren Reihen haben und über ein überzeugendes Sicherheitskonzept verfügen. Zu Letzterem gehört etwa, dass alle Schwimmlehrer im Besitz eines Wasserrettungsbrevets sind. Die Lizenz ist zwei Jahre lang gültig. Dann überprüft Swiss Aquatics, ob die Voraussetzungen immer noch erfüllt werden. Aeschimann sagt: «Ich freue mich wahnsinnig über die Lizenz. Sie bestätigt, dass wir auf hohem Level unterrichten und auf dem richtigen Weg sind.»

Das zeigt auch der Zulauf von Schwimmschülern. Derzeit zählt die Schwimmsportschule, die Teil des Schwimmclubs Liestal ist, 100 Kinder zwischen vier und zehn Jahren. In der Regel wechseln die ambitionierteren Kinder ab etwa acht Jahren zum Schwimmclub, wo sie von zwei professionellen und einigen nebenamtlichen Trainern weiter gefördert werden. Nicht zuletzt dank der Basisarbeit der Schwimmsportschule platzt der Schwimmclub beim Nachwuchs derzeit fast aus den Nähten.

Aeschimann, die auch Vizepräsidentin des Schwimmclubs ist, sagt, dass die Nachfrage in den letzten Jahren «extrem» zugenommen habe. Deshalb habe der Schwimmclub nebst dem angestammten Cheftrainer Grzegorz Szuba letzten Sommer auch noch die Nachwuchstrainerin Sandra Liesch angestellt. Die Vertreter des Schwimmclubs Liestal sorgen denn auch immer wieder für gute Resultate bei Schweizer Meisterschaften. Der Verein zählt nebst den 100 Kindern der Schwimmsportschule 200 aktive Mitglieder und betreibt zusammen mit ein paar weiteren regionalen Schwimmvereinen das Schwimmleistungszentrum Nordwestschweiz. Dieses wird ebenfalls vom Liestaler Cheftrainer Szuba geleitet.

Der Glücksfall Büren – wie in den Wellnessferien

Doch zurück zur Schwimmsportschule. Hier läuft alles noch ein bisschen beschaulicher. Dazu passt, dass die Kinder ihren Schwimmunterricht im Schulhallenbad in Büren absolvieren. Aeschimann kommt ins Schwärmen: «Dieses Bad mit Aussicht ins Grüne ist richtig idyllisch und für uns ein Glücksfall. Da fühlt man sich wie in den Wellnessferien.» Unterrichtet werden die Kinder von sechs Schwimmlehrern und –lehrerinnen, einige von ihnen waren früher selber Wettkampfschwimmer. So auch Aeschimann. Die 25-jährige, angehende Sekundarschullehrerin ist seit 2016 in der Schwimmsportschule tätig und hat im Zusammenhang mit der Bewerbung für die Qualitätslizenz – das Verfahren dauerte zwei Jahre - einige Zusatzausbildungen absolviert.

Dazu gehörten Lehrgänge zur Ausbildung von Schwimmlehrern und zur Verhinderung von sexuellen Übergriffen. Heute leitet Aeschimann als Expertin selbst Ausbildungskurse und schwimmt noch im Triathlon-Team des Schwimmclubs Liestal mit. Sie ist übrigens nicht nur beim Sport im Element, sondern will als künftige Lehrerin auch Französisch und bildnerisches und technisches Gestalten unterrichten.

Autor

Andreas Hirsbrunner

Andreas Hirsbrunner

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