Büren

Sechs Abgänge in vier Jahren: Nur eine Schulleiterin bleibt am Oberstufenzentrum Dorneckberg

Das Oberstufenzentrum Dorneckberg muss sich abermals auf die Suche nach einer neuen Schulleitung begeben.

Das Oberstufenzentrum Dorneckberg muss sich abermals auf die Suche nach einer neuen Schulleitung begeben.

Co-Schulleiterin Franziska Buchwalder kündigt vorzeitig. Regula Meschberger bleibt dem Oberstufenzentrum als einzige Schulleiterin erhalten – vorerst. Der Abgang von Buchwalder hinterlässt offene Fragen.

Das Oberstufenzentrum (OBZ) Dorneckberg kommt nicht zur Ruhe. Erst im vergangenen Sommer hatte Franziska Buchwalder gemeinsam mit SP-Landrätin Regula Meschberger die Schulleitung übernommen. Am Dienstagabend reichte Buchwalder dem Vorstand des Zweckverbandes ihre Kündigung ein.

Der Abgang erfolgt innerhalb der Probezeit, die verlängert worden war. Weshalb, will Andreas Vögtli, Präsident des Zweckverbands-Vorstands aus Persönlichkeitsschutzgründen nicht sagen. Buchwalder tritt per Ende März aus. Die Leitung der Schule sei durch Regula Meschberger sichergestellt, teilte der Zweckverband mit. Wie die bz weiss, läuft der Vertrag der Baselbieter SP-Landrätin im Sommer aus. Ob Meschberger, die bereits im Pensionsalter ist, die Schulleitung weiterführt, bleibt ungewiss. Für eine Stellungnahme waren am Mittwoch weder Franziska Buchwalder noch Regula Meschberger erreichbar.

Schulleiterexodus geht weiter

Gemäss Pressemitteilung verlässt Buchwalder das Oberstufenzentrum in Büren aus «persönlichen Gründen». Wie die bz weiss, gab es gegenüber Buchwalder Beschwerden aus dem Lehrerkollegium.

Der Blick ins Zeitungsarchiv zeigt: Seit 2014 kam es immer wieder zu Konflikten zwischen dem Vorstand und den Schulleitern. «Hoffnungsvoller Neuanfang nach der Schlammschlacht», titelte die bz im Juli 2014. Eine Auseinandersetzung zwischen dem damaligen Vorstandspräsidenten und der dreiköpfigen Schulleitung hatte zur Demission beider Streitparteien geführt.

Nach einer Interims-Lösung übernahmen Christoph Knoll und Therese Dürrenberger. Drei Jahre später kündigte Knoll seinen Abgang an. Dürrenberger schloss sich ihrem Kollegen an und kündigte ebenfalls. An der Delegiertenversammlung des OBZ Dorneckberg zeigte sich, dass wiederum Probleme zwischen dem Präsidenten des Vorstands und der Schulleitung bestanden. Eine durch die Schulaufsicht durchgeführte Mediation konnte sie nicht lösen.

«Der Abgang von Buchwalder ist nicht mit der Vergangenheit vergleichbar», hält Vorstandspräsident Andreas Vögtli fest. «Diesmal war nicht ein Konflikt zwischen Zweckverbands-Vorstand und Schulleitung ausschlaggebend.» Der Vorstand bedaure den Entschluss und sucht für die unerwartet abtretende Schulleiterin eine Nachfolge.

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