Sparpaket

Sensation im Landrat: SVP schwenkt beim öV um

Das «Läufelfingerli» fällt doch nicht dem Spardruck des Kantons zum Opfer.

Das «Läufelfingerli» fällt doch nicht dem Spardruck des Kantons zum Opfer.

Der Landrat hat der SP-Motion gegen Sparen beim öffentlichen Verkehr zugestimmt. Das deutliche Ergebnis von 62 Ja-Stimmen gegenüber 17 Nein kam wegen des Meinungsumschwungs innerhalb der SVP-Fraktion zustanden.

Das ist ein Hammer: Der Baselbieter Landrat hat seinen eigenen Beschluss vom 8. März gekippt. Innerhalb der 6. Leistungsauftrags im Bereich des öffentlichen Verkehrs darf nicht gespart werden.

Der Abbau unrentabler Buslinien und S-Bahnkurse bei der S9 («Läufelfingerli») darf frühestens im Zusammenhang mit dem nächsten Leistungsauftrag 2014 bis 2017 wieder aufs Paket kommen.

Damit hat der Landrat erstmals ein gewichtiges Stück aus dem Entlastungspaket herausgebrochen - und dies nur drei Tage vor der Volksabstimmung. Die SP hatte die Motion nach den Wirren um die «Knopfdruck»-Affäre vom 8. März eingereicht.

Damals hatte der Landrat die Kürzung um 1,7 Millionen Franken bei unrentablen Linien noch mit einer Stimme Differenz akzeptiert.

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