Aescher Gemeinderat

Sie war die Aescher First Lady: Gemeindepräsidentin Marianne Hollinger hört auf

Die Baselbieter Landrats-Präsidentin Marianne Hollinger tritt zurück. (Archivbild)

Die Baselbieter Landrats-Präsidentin Marianne Hollinger tritt zurück. (Archivbild)

Die FDP Aesch tritt mit drei Männern und einer Frau zu den Gemeinderats-Gesamterneuerungswahlen am kommenden 9. Februar an. Ein prominenter Name fehlt auf dieser Liste: Derjenige der aktuellen Gemeindepräsidentin Marianne Hollinger. Daraus kann man schliessen, dass sie endgültig nicht mehr antreten will – nachdem sie ihren Rücktritt auf Mitte 2020 zwar schon lange angetönt, aber lange verzögert hatte.

«In 16 Jahren als Gemeindepräsidentin hab ich einiges bewegen können, die Gemeinde ist in guter Verfassung, jetzt passt ein Wechsel», so bestätigt Hollinger gegenüber der bz ihren endgültigen Verzicht auf eine erneute Kandidatur für den Gemeinderat. Und sie fügt sofort hinzu: «Ich selber wäre noch 15 Jahre lang motiviert gewesen zum Weitermachen.» Aber es gebe in Aesch keine Amtszeitbeschränkung. Da müsse jeder selber wissen, wann er gehe.

Die 66-jährige Freisinnige gilt als Vollblutpolitikerin. Am Ende der Legislatur, im Juni 2020, wird sie insgesamt 21 Jahre im Aescher Gemeinderat gesessen sein. Sie war zudem auf kantonaler Ebene politisch tätig. Von 2006 bis 2018 sass sie im Landrat, den sie 2013/14 präsidierte. Tätig war sie auch im Oberrheinrat.

Auf die Frage, ob jetzt ihre lange politische Karriere zu Ende gehe, sagt sie vieldeutig: «Das kann man wohl sagen – aber ich will nicht ausschliessen, dass mein Name in der Politik da oder dort nochmals auftaucht.» Sie werde sicher Entzugserscheinungen haben, «aber das gehört dazu, wenn man etwas sehr gerne gemacht hat». Vorläufig bleibt sie in der Parteileitung der Baselbieter FDP.

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