Die lang ersehnte Arbeit der Sissacher Geschäftsprüfungskommission, welche die Ursache des maroden Hallendachs der Kunsteisbahn untersucht hat, ist fertiggestellt. Und sorgt für Unmut.

Die PM Mangold Holzbau AG aus Ormalingen, die das Dach gebaut hat, kritisiert den Bericht. Ihr sei im Gegensatz zu allen anderen Verantwortlichen und am Bau Beteiligten keine Gelegenheit geboten worden, ihren Standpunkt darzulegen und diesen mit Fakten und Belegen zu untermauern. Sie sei über dieses Vorgehen «sehr erstaunt und befremdet», schreibt die Holzbau-Firma in einer Mitteilung an die Medien.

«Wir wollen und dürfen das weitere Verfahren zwischen der Gemeinde und dem Dachbauer nicht beeinflussen. Deshalb haben wir auf ein Interview mit der Holzbau-Firma verzichtet», begründet Markus Speiser, der Präsident der GPK, das Vorgehen. Ob es zu einer Schadenersatzklage komme, sei Sache der Gemeinde und nicht der GPK. «Dazu dürfen wir keine Stellung beziehen», ergänzt Speiser. Sie hätten die Vorgänge von 1997 bis zur Schliessung der Kunsteisbahn im Herbst 2012 durchleuchtet. «Wir haben Sachlage und Fakten dargelegt, den Dachbauer jedoch nie mit Namen genannt. Auch platzierten wir in unserem Papier eine grafische Darstellung mit allen involvierten Firmen und Beteiligten der Gemeinde», erklärt der GPK-Präsident den Inhalt des Berichts.

Die PM Mangold Holzbau rügt weiter die Gemeinde Sissach. Sie habe die fundierten Fakten und Argumente entgegen juristischer Gepflogenheiten bis heute nie entgegnet oder gar widerlegt. Und bis jetzt – bald drei Jahre nach der Sperrung der Kunsteisbahn durch die Gemeinde Sissach – habe diese noch immer keine Klage beim zuständigen Gericht eingereicht. Grund ist, weil laut Gemeindepräsident Peter Buser «nach wie vor beide involvierten Parteien an einer aussergerichtlichen Einigung interessiert sind».