Die BLKB hat damit das Resultat der beiden früheren Geschäftsjahre leicht und gegenüber 2014 (115,8 Mio. Fr.) deutlich steigern können. Entsprechend zufrieden zeigten sich Bankratspräsident Thomas Schneider, CEO John Häfelfinger und CFO Herbert Kumbartzki. Der Kanton Baselland kommt als Eigentümer wieder in den Genuss einer Ausschüttung über 60 Millionen Franken, und die Dividende pro Zertifikat bleibt bei 35 Franken.

Zudem kann sie auf eine hohe Eigenkapitalquote von 20,3 Prozent verweisen. «Damit ist die die BLKB eine der am solidesten finanzierten Regionalbanken in der Schweiz und in Europa», betonte Häfelfinger. Sie kann einen um ein gutes Drittel gestiegenen Netto-Neugeldzufluss von 524 Millionen Franken, eine halbe Milliarde neuer Hypotheken und steigende Kreditlimiten für Firmen verzeichnen.

Andere Kennzahlen zeigen weniger positive Tendenzen: So verbuchte die BLKB 2018 den tiefsten Geschäftserfolg der vergangenen fünf Jahre. 2014 erreichte sie 176 Millionen Franken, 2015 resultierten 191 Millionen, 2018 waren es noch 165 Millionen Franken.

Zahlen BLKB

Langfristig weniger Hypotheken

Beim Geschäftsaufwand konnte die Kantonalbank einen Rückgang um 4,6 Prozent auf 168,3 Millionen Franken verzeichnen. Zu verdanken ist dies vorab dem Wegfall einer Sonderbelastung durch die Pensionskasse, die im Vorjahr das Ergebnis belastet hatte. Die Zahl der Vollstellen in den 23 Filialen stieg um 12 auf 685. Auch die Eigenkapitalrendite sank von 11 Prozent (2015) auf 8,1 Prozent im vergangenen Jahr. Grund ist die sinkende Zinsmarge. So betrug die Differenz zwischen Soll- und Habenzinsen im vergangenen Jahr noch 1,25 Prozent und lag somit unter dem Durchschnitt der vier vorangehenden Jahre (1,36 %).

Gegensteuer zu diesem Zins-Umfeld gibt die BLKB-Crew durch Innovation. So bietet sie auf die erste Hypothek einen Umzugsgutschein von Settelen an. Und gegen Finanzrisiken infolge von Ereignissen wie Todesfall oder Scheidung vermittelt sie eine Baloise-Versicherung. Bereits früher koppelte sie die Hypothek an eine Erdbebenversicherung. Diese neuen Produkte sollen die Angebote im Kerngeschäft attraktiver machen. Weiter intensiviert die BLKB – auch digital – die Beratung der Kunden.

Das Umfeld wird sich weiter wandeln: Der andiskutierte Wegfall des Eigenmietwerts und damit der steuerlichen Hypozins-Abzüge dürfte dazu führen, dass Hypotheken schneller zurückbezahlt werden. Dies könnte die Bilanzsumme um 5 bis 10 Prozent schmälern, schätzt Häfelfinger. Auch könnte mit einem allfälligen Abschluss des Rahmenvertrags mit der EU die Staatsgarantie wegfallen.

Dies schreckt CFO Kumbartzki nicht: «Die Staatsgarantie wird ideologisch überhöht. Kantonalbanken, bei denen sie wegfiel, mussten keine Einbussen hinnehmen.» Hinzu kommen Unwägbarkeiten wie der Brexit und der Handelsstreit zwischen den USA und China. Trotzdem gibt sich die BLKB optimistisch und erwartet für 2019 ein vergleichbares Ergebnis wie 2018.