Kessler wird eine Zusammenfassung ihrer Forschungsergebnisse auf spicker.ch hochladen – eine neue Rechercheplattform, die genau solche Erfolgsgeschichten ermöglichen soll. Die Idee: Schülerinnen, Schüler und Studierende stellen einander gratis ihre Arbeiten zur Verfügung. Und das auf einer Website, die auch von Firmen und Institutionen mit Fragestellungen und Fachwissen bestückt wird.

Lanciert wird Spicker vom ehemaligen bz-Wirtschaftsredaktor Stefan Schuppli und dem Start-upUnternehmer Jonas Schwarz. «Viele Arbeiten verschwinden einfach in der Schublade», erklärt Schuppli seine Motivation für die Gründung von Spicker. «Das ist eine unglaubliche Ressourcenverschwendung in unserer Wissensgesellschaft.»

Das Ziel ist ambitioniert: Bis in ein paar Jahren soll Spicker zur führenden Plattform für Schweizer Studierende werden. Als Partnerfirmen haben sich etwa die Stiftung Schweizer Jugend forscht, das Tropeninstitut oder die Baloise verpflichtet. Novartis und Roche lehnten dankend ab.
Und auch das Erziehungsdepartement (ED) mochte nicht mittun, wie Sprecher Simon Thiriet auf Anfrage erklärt: «Wir kamen zum Entschluss, dass der Bedarf für eine solche Plattform nicht gegeben ist.»