Die Krankenpflegeleistungen für Personen unter 65 Jahren stiegen um acht Prozent, jene für Personen über 65 um zwei Prozent, wie der Spitex-Verband Baselland am Montag weiter mitteilte. Der Trend setze sich fort, dass alte Menschen vor einem Heim-Eintritt länger zu Hause leben, auch wenn sie pflegerische Hilfe benötigen.

Neuer Pflegebereich

Im vergangenen Jahr erstmals erbracht haben die Baselbieter Spitexorganisationen 5377 Einsatzstunden in der Akut- und Übergangspflege. Betreut wurden dabei 461 Patientinnen und Patienten. Die neue Pflegekategorie kommt nach einer Spitalentlassung während bis zu 14 Tagen zur Anwendung.

Die Akut- und Übergangspflege ist Bestandteil der vom Kanton Anfang 2013 eingeführten neuen Pflegefinanzierung. Möglich werden sollen damit kürzere stationäre Behandlungen im Spital. Die früheren Spitalentalssungen seien volkswirtschaftlich sinnvoll, da damit Spitalkosten gespart würden, hält der Verband fest.

Die Spitexorganisationen hätten in der Akut- und Übergangspflege aber mit komplexeren Pflegesituationen zu tun. Dies setze entsprechendes Fachpersonal voraus. Die Zahl der Vollzeit-Stellen im Spitex-Bereich des Kantons Baselland hat sich innert Jahresfrist denn auch von 436 auf 452 erhöht.

Verhaltener Kostenanstieg

Trotz der Mehrleistungen seien die Personalkosten indes nur um 2,4 Prozent auf 42,5 Millionen Franken gestiegen. Bei den gemeinnützigen Spitexorganisationen werden 55 Prozent der Kosten durch Krankenversicherer und Patienten gedeckt, die restlichen 45 Prozent trägt die öffentliche Hand; 2013 waren dies 19,5 Millionen Franken.

Um ein Prozent gesunken ist 2013 die Zahl der hauswirtschaftlichen Einsatzstunden. In der Vergangenheit war die Nachfrage stark zurückgegangen. Laut dem Verband scheint dieser Abwärtstrend angesichts der geringeren Abnahme nun gestoppt. Hauswirtschaftliche und betreuerische Leistungen werden von den Spitexorganisationen meistens in Kombination mit Pflegeleistungen erbracht.