Bauprojekt

Sportcampus als Heimstätte

Im neuen Campus sind Theorie- und Praxisräume nahe beisammen.

Im neuen Campus sind Theorie- und Praxisräume nahe beisammen.

Ein halbes Jahr vor der ursprünglich geplanten Fertigstellung wurde am Freitag endlich der erste Stein gelegt.

Die Baugrube wird wieder gefüllt, die Grundsteinlegung ist besiegelt: Das Unidepartement für Sport, Bewegung und Gesundheit (DSBG) bekommt endlich seinen neuen Sportcampus. Nach den langen Verzögerungen aufgrund der finanziellen Unsicherheit aufseiten der Baselbieter Regierung sind die Projektleitenden erleichtert, dass der rund 50 Millionen Franken kostende Bauprozess vorangetrieben wird.

Uwe Pühse, Leiter des DSBG, begrüsste die Gäste der Grundsteinlegung mit folgenden Worten: «Die Sonne scheint und nichts könnte besser beschreiben, wie sich das Departement für Sport, Bewegung und Gesundheit jetzt fühlt.» Es war ein steiniger Weg von der Planung bis zum Baustart. Anfang 2015 verkündete die Universität Basel das Projekt «Playtime» der beiden Basler Architekten Caesar Zumthor und Markus Stern als Sieger des Wettbewerbs für den neuen Campus. In derselben Medienmitteilung hiess es, der Bau werde im Frühjahr 2020 abgeschlossen sein.

Die grosse Erleichterung zum Baustart

Ende 2016 stand das Projekt dann plötzlich auf der Kippe: Die Medien sprachen von einem Baustopp, die Baselbieter Regierung kämpfte mit finanziellen Sorgen und in den bikantonalen Sitzungen ging es hitzig zu und her.

Umso grösser war die Erleichterung, als der Aushub der Baugrube am 15. April 2019 endlich beginnen konnte. Die Baselbieter Bildungsdirektorin Monica Gschwind verkündete an der gestrigen Grundsteinlegung stolz: «Ich habe mir schon immer einen universitären Standort auf Baselbieter Boden gewünscht, nun wird dies endlich zur Realität.» Schliesslich handle es sich um die Universität beider Basel und nicht nur um jene der Stadt. Entsprechend helfe der Standort im Baselbiet auch, zur Identifikation mit der Bildungsinstitution beizutragen.

Das Hauptproblem der aktuellen Situation ist vor allem die grosse Streuung der Sportgebäude. Eine Studentin erzählt von den Distanzen, welche die Sportstudenten teilweise zwischen den Lektionen zurückzulegen haben: «Von der französischen Grenze bis zum Joggeli; da bleibt von der halbstündigen Pause nicht viel übrig.»

Ballung auf dem neuen Joggeli-Campus

Der Basler Erziehungsdirektor Conradin Cramer betont vor allem die Nähe von Praxis- und Theorieräumen, die im neuen Campus bestehen wird. Sowieso sei es schön, dass auch die Sportstudierenden eine «Heimstätte» erhalten, einen Campus, auf dem man sich trifft.

Ausserdem passe das Gebäude ideal in die Umgebung: Inmitten von Schwimmbad, Leichtathletik- und Fussballanlage sei ein Sportcampus nicht verkehrt. Im Herbstsemester 2021 sollen rund 100 Mitarbeitende und 550 Studierende den Betrieb in Münchenstein aufnehmen.

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