Bei Bauarbeiten an der Kantonsstrasse im Kanton Baselland zwischen Brislach und Zwingen sind am Donnerstag am späteren Nachmittag, Sprengzünderdrähte mit entsprechenden Spreng-Bohrlöchern entdeckt worden, gesamthaft 22 Stück,wie die Kantonspolizei Baselland mitteilt. Die ersten Abklärungen ergaben, dass für die unmittelbare Umgebung keine konkrete Gefahr besteht. Das Alter dieser Drähte, der Hintergrund sowie die Frage, ob sich überhaupt noch Sprengstoff in diesen Löchern befindet, war Gegenstand weiterer Abklärungen am Freitag.

Für die Dauer der konkreten Abklärungen, bei welchen auch ein Roboter zum Einsatz kam, welcher die Bohrlöcher mit Hochdruck ausblies, musste die Zwingenstrasse aus Sicherheitsgründen ab 16.40 Uhr für über vier Stunden komplett gesperrt werden. Der Verkehr wurde weiträumig umgeleitet, es kam zu Rückstaus und Wartezeiten, vor allem im Feierabendverkehr. Die umfangreichen Abklärungen durch Fachleute ergaben schliesslich, dass in den Bohrlöchern kein Sprengstoff vorhanden war. Deshalb konnte kurz nach 21 Uhr Entwarnung gegeben und der Verkehr sowie die Baustelle wieder freigegeben werden. Weitere Abklärungen, namentlich die Hintergründe, werden in den nächsten Tagen noch getätigt.

In einigen wenigen Gebäuden an der Zwingenstrasse musste für den Zeitraum der Roboterarbeiten der Strom abgestellt werden. Für alle anderen Gebäude gewährleistete die Elektra Baselland Münchenstein die Stromversorgung, unter anderem mit dem Einsatz von Notstromaggregaten. Evakuiert werden musste niemand. Verschiedene Personen wurden jedoch informiert und gebeten, sich aus Sicherheitsgründen auf Distanz und Fensterläden geschlossen zu halten.

Vor Ort im Einsatz standen während meheren Stunden Mitarbeitende der Polizei Basel-Landschaft, des Wissenschaftlichen Forschungsdienstes Zürich, der Feuerwehr Brislach, des Kantonalen Tiefbauamtes Basel-Landschaft, der Gemeinde Brislach sowie der Elektra Baselland Münchenstein (EBM).