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St. Jakob-Parkplatz als neuer Standort für Basler Zirkus-Gastspiele

Der Zirkus Knie soll sein Zelt zukünftig auf dem Joggeli-Parkplatz aufschlagen. (Archiv)

Der Zirkus Knie soll sein Zelt zukünftig auf dem Joggeli-Parkplatz aufschlagen. (Archiv)

Die Basler Regierung hat einen neuen Standort gefunden für Grosszirkusse und andere Grossevents: Statt wie bisher auf der Rosentalanlage im Kleinbasel soll beispielsweise der Circus Knie künftig auf dem Parkplatz St. Jakob in Münchenstein gastieren.

Seit Jahren wird debattiert, wie die Rosentalanlage neben dem Messeplatz entlastet werden könnte. Nun hat die Basler Regierung entschieden: Gross-Zirkusse sollen in Zukunft nicht mehr im Herzen des Kleinbasels ihr Zelt aufschlagen, sondern am Stadtrand beim Joggeli.

Der Zirkus Knie, der Zirkus Nock und andere «Grossevents» sollen ab 2018/19 auf Münchensteiner Boden gastieren, auf dem Parkplatz St. Jakob mitsamt dem südlich angrenzenden Rasentrainingsfeld.

Aufgrund ihrer Grösse und der optimalen Verkehrsanbindung an den öffentlichen Verkehr und an die Autobahn sei das der ideale Standort für derartige Veranstaltungen, teilt die Regierung mit. Hier könnten neben den Zirkussen auch Openairs, Konzerte oder Outdoor-Sportveranstaltungen durchgeführt werden.

Abstimmung mit Joggeli-Halle

Die Regierung hofft auf Synergien mit der St. Jakobshalle, die sich im Besitz des Stadtkantons befindet und derzeit für 100 Millionen umgebaut und renoviert wird. Genau wegen dieses Umbaus wird es auch noch mindestens drei Jahre dauern, bis das Vorhaben umgesetzt werden kann.

Die Besitzerin des Geländes, also Immobilien Basel-Stadt, soll bis 2017 ein Vorprojekt ausarbeiten. Das soll insbesondere auch eine «optimale Lösung» für die Parkplätze und den Baumbestand beinhalten. Bei diesen Vorarbeiten und Planungen soll auch Münchenstein mit einbezogen werden. Die Standortgemeinde unterstütze aber grundsätzlich den Vorschlag, sagt die Basler Regierung.
Die Zukunft der Rosentalanlage ist ungewiss. Die Regierung will eine Aufwertung dieses «wichtigen Grün- und Freiraums im Kleinbasel» im Interesse der Bevölkerung.

Allerdings hat sich in der Vergangenheit gezeigt, dass diese Diskussionen äusserst schwierig sind, weil die Messefahrer bei nahezu jedem Vorstoss in diese Richtung befürchten, von diesem Standort verdrängt zu werden, sollte die grosse Kiesfläche tiefgreifend umgestaltet werden. Die Regierung will aber nun einen neuen Anlauf nehmen und die «teilweise irreparablen Bodenschäden», die die Zirkusse verursacht haben, beheben sowie die Anlage «ökologisch aufwerten».

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