Die Sozialdemokraten von Stadt und Land sind sich bei der geplanten Spitalgruppe von Basler Unispital und Kantonsspital Baselland nicht einig. Während die Basler SP vor einer Woche verkündete, die Spitalfusion «in der vorliegenden Form» abzulehnen, besprach der Baselbieter Parteivorstand seine Haltung am Donnerstag. Auf Anfrage der «Schweiz am Wochenende» sagen Fraktionschefin Miriam Locher und Nationalrätin Susanne Leutenegger Oberholzer, dass die SP Baselland bei der Spitalgruppe keine Fundamentalopposition betreiben werde. Speziell die geplante Tagesklinik auf dem Bruderholz stellen sie nicht infrage. Die Basler SP hingegen fordert, auf dieses Projekt zu verzichten. «Wir haben mit der Volksabstimmung vom Mai eine ganz andere Ausgangslage als Basel-Stadt», sagt Locher. Dort setzte sich die Baselbieter SP für den Erhalt der Arbeitsplätze ein und das Volk lehnte die Initiative im Glauben ab, dass dafür eine Tagesklinik komme. Genauer möchten sich die Genossen noch nicht äussern. Die Vernehmlassungsantwort muss bis zum 3. Oktober vorliegen.

SP gespalten, Grüne vereint

Im Gegensatz zur SP scheinen sich die Grünen beider Basel auf eine Pro-Position einigen zu können. Am Mittwoch tagte die Fachgruppe Gesundheit. Landrätin Rahel Bänziger sagt: «Wir stimmen in grossen Teilen überein.» Zwar gebe es auch Kritik an der Spitalgruppe, doch sei es ein Schritt in die richtige Richtung. Für die Basler Delegation sagt alt Regierungspräsident Guy Morin: «Ich setze alles daran, dass es eine gemeinsame Vernehmlassungsantwort gibt.» Klar ist: Alles andere als ein Ja der Grünen zur Spitalgruppe wäre ein Affront gegenüber Morin.