Mobilfunk

Strahlenbelastung: Grenzwerte nicht annähernd erreicht

Eine Mobilfunkantenne (Symbolbild)

Eine Mobilfunkantenne (Symbolbild)

Die beiden Basel haben das aktuelle Immissionskataster zur Strahlungsbelastung veröffentlicht. Alle Werte liegen deutlich unter dem Grenzwert des Bundes.

Seit gestern Freitag liegt das aktuelle Immissionskataster der beiden Basel zur Mobilfunkstrahlung vor. Das Kataster zeigt die räumliche Verteilung der Belastung durch elektromagnetische Strahlung, die unter anderem von Mobilfunk-Sendeanlagen verursacht wird. Aus der Karte geht hervor, dass die vom Bund vorgegebenen Grenzwerte in den Kantonen Basel-Stadt und Basel-Landschaft nirgends auch nur annähernd erreicht wird. Die Belastung wird in Volt pro Meter angegeben. Laut Bundesverordnung sind – je nach Sendeanlagetyp – zwischen 28 und 61 Volt pro Meter erlaubt.

Die höchste Belastung verzeichnen Gebiete in der Stadt Basel und in den Agglomerationsgemeinden, aber auch in den Baselbieter Zentren wie Liestal oder Sissach.

Antennenmasten strahlen stark

Am tiefsten ist die Belastung in den Jurahöhen, im Oberbaselbiet und im Laufental. Als Emissionsquellen stechen Sendemasten heraus. So ist die Belastung rund um den Fernsehturm St. Chrischona hoch, dort bewegen sich die Werte innerhalb der Bandbreite von 2,1 und 4,6 Volt pro Meter. Ebenfalls hohe Strahlungen gehen von UKW-Sendestationen aus, etwa von den Masten bei Grellingen (Standort Eggflue), Ziefen (Chöpfli) und Sissach (Metzenholden).

Das Kataster wurde vom Departement für Wirtschaft und Soziales Basel-Stadt und der Bau- und Umweltschutzdirektion Baselland gemeinsam veröffentlicht. Die gesetzlichen Grundlagen gibt die Verordnung über den Schutz vor nicht ionisierender Strahlung (NISV) vor. Das Kataster umfasst stationäre Mobilfunk-, Funkruf- und Rundfunk-Sendeanlagen. Die Werte sind nicht das Ergebnis von Messungen, sondern von Modellberechnungen, welche die technischen Daten der Antennen berücksichtigen.

Dargestellt sind nur Werte ausserhalb von Gebäuden. Dies, weil es sich gezeigt habe, dass die Modellierung der Strahlungsbelastung im Gebäudeinnern nur ungenau erfolgen kann, wie die beiden Ämter mitteilen: Weder für Mobiltelefone, Drahtlos-Telefone oder Netzwerke noch für die Bauweise und Ausstattung der Gebäude seien die notwendigen Daten vorhanden. Die nächste Aktualisierung ist für Januar 2014 vorgesehen.

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