Birsfelden

Strassensperrungen könnten erfolgreicher sein

Eine Polizistin hält einen Autofahrer an, der das Fahrverbot im Quartier missachtete

Eine Polizistin hält einen Autofahrer an, der das Fahrverbot im Quartier missachtete

Nach sechs Wochen neuem Verkehrsregime zieht die Gemeinde ein positives Zwischenfazit. Trotzdem würden sich viele noch nicht daran halten.

Seit Pfingsten werden die Quartierstrassen in den Birsfelder Quartieren Sternenfeld und Birsmatt zwischen 16 und 19 Uhr zu Einbahnstrassen. Während der Feierabendzeit dürfen nur noch die Anwohner, das lokale Gewerbe sowie Velofahrer die betroffenen Strassen in beide Richtungen befahren. Mit dem neuen Zufahrtsregime will die Gemeinde dem täglichen Stau auf den Strassen durch den Ausweichverkehr von der Autobahn 2 ein Schnippchen schlagen.

Die mittlerweile sechs Wochen andauernde Einbahnregelung scheint sich für Birsfelden bislang auszubezahlen. «Der Durchgangsverkehr in den Quartieren hat seit Einführung des neuen Verkehrskonzeptes spürbar abgenommen», schreibt die Gemeinde in einer Mitteilung. In den ersten beiden Wochen sei keine einzige Stausituation verzeichnet worden. «Auch die Busse der Autobus AG Liestal konnten ohne Verzögerung durch Birsfelden fahren und den Fahrplan einhalten.» Zuvor war es bei den Bussen immer wieder zu Verspätungen gekommen. Im Juni habe es jedoch auf der A 2 zwei grössere Ereignisse mit Stauauswirkungen gegeben, von denen Birsfelden trotz neuem Verkehrsregime betroffen gewesen sei.

Spült Geld in Gemeindekasse

Obwohl das erste Zwischenfazit positiv ausfällt, stelle man fest, dass «noch zu viele Fahrzeuglenker das temporäre Fahrverbot übersehen oder es bewusst missachten», teilt Birsfelden mit. Die sich regelwidrig verhaltenden Autofahrer würden bei den regelmässig stattfindenden Kontrollen durch den Verkehrsdienst zurückgewiesen oder durch die Gemeindepolizei gebüsst. Bei Missachtung der Regelung müssen die Autolenker eine Busse von 100 Franken bezahlen. Seit Mitte Mai verteilt die Gemeindepolizei durchschnittlich 15 bis 20 Bussen pro Tag. Vor der Einführung des Einbahnstrassenregimes wurde dessen Aufwand auf gut 120 000 Franken geschätzt.

Als Folge der zahlreichen Kontrollen sei es teilweise zu einer Zunahme des Ausweichverkehrs in den Quartieren gekommen. Als Gegenmassnahme habe man per sofort die vorhandene Signalisation an zwei von fünf Stellen ergänzt, schreibt die Gemeinde. Zudem unterstützen temporär Verkehrsdienstangestellte die Gemeindepolizei bei den Kontrollen an den Einfallstrassen.

Birsfelden ist sicher, durch diese Massnahmen den Ausweichverkehr von den Quartierstrassen bald vollständig fernhalten zu können. «Die unzähligen, mehrheitlich positiven Rückmeldungen zeigen, dass der eingeschlagene Weg richtig ist.»

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