Baselbiet

SVP-Landrat Hanspeter Weibel hat sich zu viele Feinde gemacht

SVP-Landrat Hanspeter Weibel musste gestern einstecken.

SVP-Landrat Hanspeter Weibel musste gestern einstecken.

Ist der Präsident der Baselbieter Geschäftsprüfungskommission Hanspeter Weibel Täter oder Opfer? SVP-Landrat Hanspeter Weibel wird von seinen politischen Gegner stark angefeindet. Dies aber nicht nur wegen des umstrittenen GPK-Berichts.

Für seine (zahlreichen) Gegner nutzt Hanspeter Weibel das höchste Aufsichtsorgan des Parlaments für parteipolitische Winkelzüge und die Befriedigung eigener Machtansprüche aus. Er selbst sieht sich vor allem deshalb so stark angefeindet, weil er unangenehme Wahrheiten aufdeckt und damit eine Bedrohung für all jene darstellt, die Schlamperei und eigenes Versagen vertuschen.

Das mag in gewissen Fällen sogar stimmen. Weibels Problem ist es aber, dass ihm inzwischen kaum noch jemand seine hehren Absichten abnimmt. Dafür hat er sich in- und ausserhalb des Landrats zu viele Feinde gemacht und mit seiner fragwürdigen Rolle im Pensionskassen-Abstimmungskampf den letzten Vertrauensrest aufgebraucht. Das erklärt auch die Heftigkeit, mit der Weibels ärgste Widersacher nun versuchen, ihm fachliches Versagen nachzuweisen und die Kritik am Bericht auf seine Person zu reduzieren.

Damit ist die Baselbieter GPK nach vielversprechendem Start an einem toten Punkt angelangt. Angesichts der zentralen Bedeutung ihrer Aufgabe ist das ein unerträglicher Zustand. Entweder gelingt es Weibel, die Mitglieder möglichst rasch wieder hinter sich zu scharen, oder sonst ist seine Zeit als Präsident abgelaufen.

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