Muttenz

Tag der offenen Tür im neusten Gebäude der Fachhochschule Nordwestschweiz

Der Tag der offenen Tür im neusten Gebäude der Fachhochschule Nordwestschweiz in Muttenz bot den Besuchenden viel. Sie kamen in Scharen.

Der Campus der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) in Muttenz glich am Samstag einem Bienenhaus. Tausende Interessierte fanden den Weg in den neuen, unübersehbaren Kubus beim Bahnhof. Bei diversen Führungen, Ausstellungen, Vorträgen, Workshops und Experimenten konnte ein wenig Fachhochschulluft geschnuppert werden. Über den ganzen Tag verteilt, konnten die Besuchenden das vielseitige Programm mit über 100 Attraktionen auskosten.

Beim Betreten des imposanten Gebäudes springt einem im Eingangsbereich ein gigantisches Kunstwerk ins Auge. Der Monolith «Dreamer» ist mehr als 100 Tonnen schwer und über zehn Meter hoch. Schaut man am Kunstwerk entlang hoch, sieht man bis zum zwölften Stock hinauf. Kaum zu übersehen sind die speziellen Treppen, welche die unteren Stockwerke miteinander verbinden.

Hogwarts-Feeling

Auf dem ganzen Campus bewegt sich ein bunt durchmischtes Volk. Die bz ist bei ihrem Besuch mit diversen Studenten, Dozenten, aber auch Besuchern ins Gespräch gekommen. Eines ist klar: Der neue FHNW-Campus in Muttenz kommt bei allen gut an. Eine Studentin sagte, die vielen Treppen im Gebäude würden sie an Hogwarts, die Zauberschule in der Harry-Potter-Filmreihe, erinnern, nur dass sich die Treppen nicht bewegten.

Das ist auch schon David Grimm von der Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik zu Ohren gekommen. Er spielte bereits mit dem Gedanken, die bewegenden Treppen mittels «Augmented Reality» in der Campus-App darzustellen. Grimm fing ein Jahr vor der Eröffnung des neuen Campus an der FHNW als Professor an. Er wusste, dass er nur ein Jahr im alten Gebäude arbeiten wird, und so freute er sich von Anfang an auf den Einzug ins neue Gebäude.

«Ein komplett neues Arbeiten»

Bei Michael de Wild von der Hochschule für Life Sciences sieht es ein wenig anders aus. Er ist bereits seit zwölf Jahren an der FHNW tätig: «Es ist ein komplett neues Arbeiten im Vergleich zu vorhin.» Vor dem Einzug arbeitete er an zwei verschiedenen Standorten, in Muttenz und im Rosental in Basel. Den Weg legte er jeweils mit dem Velo zurück. Der einzige Nachteil sei nun, dass er schauen müsse, wie er auf seine Kilometer mit dem Fahrrad komme. De Wild schätzt es sehr, dass die verschiedenen Institute und Hochschulen nun unter einem Dach sind: «Es findet ein viel besserer Austausch zwischen den Institutionen statt, es ergeben sich tolle Synergien, und das interdisziplinäre Arbeiten ist sehr inspirierend.»

Dem stimmt Susanne Metzger von der Pädagogischen Hochschule zu. Ausserdem lobt sie die logistische Meisterleistung. Sie ist froh, dass der Umzug reibungslos funktioniert hat: «Ich musste nur noch die Kisten ein- und auspacken, den Rest übernahm die Zügelfirma.» Die eine oder andere Herausforderung gibt es im Gebäude noch zu bewältigen. Zum Teil stimmten die Lichtverhältnisse nicht, auch müsse die optimale Einstellung der Lüftung und Heizung noch gefunden werden, manchmal sei es zu warm oder zu kalt. Ein wichtiger Faktor unter den Studierenden ist der zentrale Standort, da er durch den öffentlichen Verkehr gut erschlossen ist. Zudem wird der Coop direkt im Gebäude geschätzt. Die Einkaufsmöglichkeit ist praktisch, um schnell in der Pause einen Snack zu holen. Vor allem dann, wenn es regnet oder kalt ist, sind die Studenten froh, wenn sie für ihren Einkauf das Gebäude nicht verlassen müssen.

Mit dem Gebäude versöhnt

Auch Besucher sind vom Campus beeindruckt. Einer ist Anwohner und hat den ganzen Bau mitbekommen: «Es war eine lärmige Zeit, und die Nächte waren heller.» Während der Bauphase sei das Licht auch in der Nacht angeschaltet gewesen. Doch als er am Samstag durch das Gebäude gelaufen sei, habe er sich ein Stück weit mit ihm versöhnt.

Bereits im vergangenen September starteten rund 3700 Studierende und etwa 800 Mitarbeitende im neuen Campus. Im grössten Gebäude der FHNW haben fünf Hochschulen unter einem Dach zusammengefunden. Diese teilen den rund drei Fussballfelder grossen Campus. Vorhin waren die Hochschulen über 22 Standorte verteilt.

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