Mehr Grün soll es in Binningen künftig zwischen den Tramschienen geben: Wenn beim Spiesshöfli das Trassee dereinst auf Doppelspur ausgebaut wird, ist dort Gras statt Schotter. Die Halme sollen den Verkehrslärm wie auch die Hitze etwas abdämpfen. Dieser Sonderwunsch kostet rund 900'000 Franken.

Binningen hat für sich eine reduzierte Kostenbeteiligung von 225'000 Franken ausgehandelt, den Rest trägt der Kanton. Bei zwei Gegenstimmen war dieser Deal bei der Sitzung des Einwohnerrats am Montag unbestritten. Das gesamte Bauprojekt für die Doppelspur am Spiesshöfli muss noch vom Landrat genehmigt werden.

Ein andere «grüne» Baustelle Binningens ist das Kunstrasenfeld auf dem Sportplatz Spiegelfeld. Der bisherige Rasen aus dem Jahr 2005 ist am Ende seiner Lebensdauer angelangt. Bei der Behandlung des Kredits von 470'000 Franken kam wenig Begeisterung auf: Nur «zähneknirschend» werde man der Vorlage zustimmen, meinte Einwohnerrätin Andrea Alt (CVP).

«Luxussanierung»

Bettina Benthaus (SP) sprach von einer «Luxussanierung». Doch die Fussballer erhielten Rückendeckung: Mit einer Gegenstimme und drei Enthaltungen bewilligte der Einwohnerrat klar den Betrag für den neuen Rasen. Er soll bereits Ende August bespielbar sein.

Nichts Neues gab es am Montag im Einwohnerrat zum geplanten Moschee- und Internatsprojekt des Vereins Islamisches Kulturzentren (VIKZ). Gemeinderätin Eva-Maria Bonetti sagte, man habe Einsprache eingereicht, weil weder ein detailliertes Nutzungs- und Betriebskonzept noch der Parkplatznachweis vorlägen. Die Unterlagen seien noch nicht nachgereicht worden.