Vom Wagen gefallen

Tödlicher Unfall an Fasnachtsumzug in Liesberg: Die Einsatzkräfte konnten nichts mehr tun

Am Sonntag kam es in Liesberg zu einem tödlichen Unfall (Symbolbild).

Am Sonntag kam es in Liesberg zu einem tödlichen Unfall (Symbolbild).

Am Sonntagnachmittag kam es am Fasnachtsumzug in Liesberg zu einem tödlichen Unfall. Das Opfer verstarb noch an der Unfallstelle.

Am Liesberger Fasnachtsumzug am Sonntag ist es zu einem tragischen Unfall gekommen. Ein 40-jähriger Fasnächtler stürzte vom Wagen seiner Clique und fiel aus einer Höhe von drei bis vier Metern in die Tiefe. Trotz Versuchen zur Wiederbelebung verstarb er an der Unfallstelle beim Dorfladen. Der Umzug wurde nach dem Unfall abgebrochen.

Gemäss Roland Walter, Sprecher der Baselbieter Polizei, stürzte der Mann von einer Konstruktion auf dem Wagen. Die Polizei werde nun gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft den Fasnachtswagen inspizieren. «Unsere forensische Abteilung schaut sich das Technische an», sagt er. Ob der Verstorbene alkoholisiert war, kann der Polizeisprecher noch nicht sagen.

Auch dies sei Gegenstand der Ermittlungen. Das Institut für Rechtsmedizin werde den Toten obduzieren. Wahrscheinlich könne man schon bald mehr über die genauen Umstände des Unfalls sagen.

Die Einsatzkräfte konnten nichts mehr tun

Nach dem Sturz vom Wagen waren neben der Baselbieter Polizei auch die Stützpunktfeuerwehr Laufental und die Rega in Liesberg im Einsatz. Zudem betreute das Care-Team des kantonalen Krisenstabs Baselland zahlreiche Menschen. «Obwohl die Einsatzkräfte rasch vor Ort waren, ist es nicht gelungen, den Mann zu reanimieren.» Man habe leider nichts mehr machen können. Die Verletzungen, die er sich beim Fall und beim Aufprall auf der Strasse zugezogen hatte, seien zu schwer gewesen.

Tödliche Unfälle während Fasnachtsumzügen seien sehr selten, erklärt Roland Walter auf Anfrage. «In meinen 32 Jahren bei der Polizei habe ich das noch nie erlebt», erzählt er. Umso schrecklicher sei der Todesfall, da er sich in einem kleinen Dorf ereignet habe, «wo man einander kennt». Letztes Jahr kam es in Reinach zu einem Todesfall an der Fasnacht. Während dem Guggenkonzert kollabierte ein 52-Jähriger. Er verstarb am nächsten Tag im Spital.

Und dann passiere der Sturz auch noch mitten während des Fasnachtsumzugs mit etlichen Besuchern. Ob es viele Zeuginnen und Zeugen gegeben hat, könne Walter jedoch nicht sagen. «Das Ganze ist sehr tragisch.» Das an der Grenze zum Kanton Jura liegende Dorf Liesberg hat rund 1150 Einwohner. 

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