Zugunglück

Tödlicher Unfall sorgt für längere Arbeiten

Wegen des tödlichen Unfalls dauern die Bauarbeiten in Zwingen an.

Wegen des tödlichen Unfalls dauern die Bauarbeiten in Zwingen an.

Am Samstag wurde in Zwingen ein Bauarbeiter von einem Zug erfasst und getötet. Der Unfall stellt die SBB vor grosse Herausforderungen.

Kurz vor Mitternacht kam in der Samstagnacht in Zwingen ein Bauarbeiter ums Leben. Der 29-Jährige wurde kurz vor dem Bahnhof von einem Intercity erfasst und getötet. Der Zug war auf dem Weg von Delémont in Richtung Basel. Der Verunfallte gehörte einer Baufirma an, die im Auftrag der SBB in der Laufentaler Gemeinde Unterhaltsarbeiten durchführte.

Die Baselbieter Staatsanwaltschaft und die Polizei Baselland klären derzeit den Unfallhergang ab. Michael Lutz, Sprecher der Staatsanwaltschaft, wollte sich gestern nicht zu den Erkenntnissen äussern. Strafuntersuchungen seien von Gesetzes wegen im Grundsatz nicht öffentlich. Es gelte, sowohl die Strafuntersuchung an sich zu schützen und gleichzeitig auch die Persönlichkeitsrechte der betroffenen Personen und deren Angehörigen zu wahren. «Wir können Ihnen daher leider keine Angaben zu Untersuchungsergebnissen machen.»

In einer Medienmitteilung sprechen die SBB der Trauerfamilie ihr tief empfundenes Beileid aus. In der gleichen Mitteilung lässt das Transportunternehmen aber auch anklingen, vom tödlichen Unfall auf dem falschen Fuss erwischt worden zu sein. Hätten die Arbeiten in Zwingen eigentlich bis vergangenen Montagmorgen abgeschlossen sein sollen, dauern sie nun beinahe zwei Wochen länger.

Dugginger haben nur einen Zug pro Stunde

Nach dem tödlichen Unfall in der Samstagnacht wurden die Arbeiten auf der Baustelle gestoppt. «Dadurch fielen bis Montag früh einige Schichten aus, die nun in den kommenden Tagen nachgeholt werden müssen», erklärt SBB-Mediensprecher Daniele Pallecchi. Die Arbeiten seien sehr dicht getaktet und die Baumaschinen und Fachkräfte schon andernorts eingeplant worden. Mit Einschränkungen sei voraussichtlich bis am übernächsten Sonntagabend zu rechnen.

Weil im Bahnhof Zwingen keine Zugkreuzungen möglich sind, verkehren die Regionalzüge in Richtung Laufen in den nächsten Tagen mit Verspätungen, schreiben die SBB. Die S3 von Olten nach Porrentruy und umgekehrt hält nicht in der Laufentaler Gemeinde Duggingen. Da kein Bahnersatzbus fährt, haben die Duggingerinnen und Dugginger aktuell bloss einen Stundentakt. Der stündlich fahrende Intercity verkehrt von Basel nach Laufen jeweils fünf Minuten früher als üblich.

Man werde die Bahnreisenden über die unterschiedlichsten Kanäle über die Änderungen informieren, sagt SBB-Mediensprecher Pallecchi. Über eine Fahrplanabfrage, über Ansagen in den Zügen, über Informationsbildschirme an den Bahnhöfen, über Social Media und über die SBB-App.

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