Brauch

Träger müssen ihre Besen ein paar Meter weiter buckeln: Chienbäse ist von Bauarbeiten tangiert

Die Grossbaustelle und deren Installationsplätze für den Viergleis-Ausbau in Liestal beeinflussen auch den Chienbäse- Umzug vom 1. März. An der Streckenführung ändert sich zwar nichts, jedoch beim Anzünden der Chienbäse auf der Burg. Die Wannen sollen heuer auf dem hinteren Platz des Schulhauses Burg platziert werden. Der bisherige Raum auf den Parkfeldern an den Strassen entlang der Bahnlinie ist durch die Baustelle belegt.

«Wir verhandeln noch mit dem Bauunternehmen, ob es das Material zurückschieben kann. Aber zu 90 Prozent müssen wir die Anzündwannen auf dem Schulplatz aufstellen», sagt Jaro Kubicek, der seit 2018 Chienbäse-Chef ist. Am neuen Ort müssten die Chienbäse-Träger um den Platz laufen, was ihre Route um 40 bis 50 Meter verlängere, was problemlos sei. Doch der 58-jährige Kubicek moniert: «Doof ist, dass ich von dort die Feuerwagen nicht sehe und keinen Kontakt zur Person habe, welche die Wagen koordiniert auf die Strecke schickt.» Denn stets werden Chienbäse-Träger dazwischengeschoben.

Davon bekommen die Zuschauerinnen und Zuschauer auf der Umzugsstrecke nichts mit. Die Feuerwagen werden heuer ebenfalls auf der Brücke über der Bahnlinie entzündet. Laut dem Chienbäse-Chef wurde dies im vergangenen Jahr getestet – und hatte funktioniert. Die Wagen werden auf der Langhagstrasse eingereiht. Auf das Sicherheitsdispositiv hat der neue Anzündplatz für die Chienbäse keinen Einfluss.

Am Abend des Fasnachtssonntags, dem 1. März, werden wiederum weit über 300 Chienbäse-Träger sowie sieben grosse und neun kleine Wagen durchs Stedtli des Kantonshauptorts ziehen und ein Feuerspektakel inszenieren. Die grössten Feuerwagen sind mit bis acht Ster Mischholz, Chien- und Laubholz, bestückt. Die Bürgergemeinde Liestal stellt für Chienbäse und Feuerwagen jährlich rund 100 Ster Holz gratis zur Verfügung.

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