Fast hätte es in Allschwil keine Open-Air-Fitness mehr gegeben. Die Gemeinde strich im Spätherbst ihre 10'000 Franken für die Freiluft-Turnstunden in ihrem «Stadtpark», der Wegmatten-Wiese. Diese organisierte der Verein «Gsünder Basel» im vergangenen Sommer – jeweils am Mittwochabend konnten sich alle, die Lust dazu hatten, eine Stunde lang körperlich betätigen, gratis und ohne Anmeldung. Doch dann verordnete sich die Gemeinde einen harten Sparkurs.

«Wenn von der Gemeinde kein Geld mehr kommt, machen wir das halt selber», sagten sich die beiden Allschwiler Priska Lanz Niederer und Ueli Keller. Sie erarbeiteten ein Konzept, der Gemeinderat war damit einverstanden, und nun wird es im Sommer dreizehn Mal wieder Gratis-Fitness im Wegmatten geben, jeweils von Juni bis August, am Mittwochabend von 19 bis 20 Uhr, dannzumal unter dem Namen «Allschwil bewegt» – das alles unter der Bedingung, dass das OK-Duo noch Sponsoren findet.

Bis zu fünfzig Turnende

Priska Lanz ist begeisterte Teilnehmerin der «Gsünder Basel»-Anlässe im Basler Schützenmattpark. Diese führt der Verein dort schon seit 1998 durch, unter dem Namen «aktiv! Im Sommer». In den vergangenen zwei Jahren sind neun weitere Veranstaltungsorte hinzugekommen, einige davon auch in der Agglomeration. Neben der Wegmatten in Allschwil waren das der Prattler Joerin-Park, die sogenannte Piazzetta in Birsfelden und der Arlesheimer Domplatz.

«Letztes Jahr kamen in Allschwil regelmässig bis zu fünfzig Leute», sagt Priska Lanz. «Da dachten wir, es wäre doch schade, wenn es das in der grössten Gemeinde des Baselbiets nicht mehr gäbe.» Und Ueli Keller ergänzt: «Es sind alle begeistert vom Projekt, und zu ‹Gsünder Basel› sind wir keine Konkurrenz, denn wir beschränken uns ja auf Allschwil.»

«Fahne wäre gut»

Ganz eingestellt hat die Gemeinde ihre Unterstützung des Projekts nicht. Sie ist, wie im vergangenen Jahr, um die Kommunikation sowie alle nötigen Bewilligungen bemüht. Und: Sie wird diese nicht in Rechnung stellen.

Nun ist das OK-Duo noch auf der Suche nach Spenden sowie Utensilien wie einer Lautsprecheranlage, nach helfenden Händen im IT-Bereich für den Aufbau einer Homepage – und auch nach einer Fahne. «Eine Fahne wäre fantastisch», sagt Ueli Keller. «Damit alle schon von weitem sehen, dass es unser Angebot zur Bewegung und Entspannung gibt.»