Trotz leicht höherer Passagierzahlen musste die AAGL auch beim Ertrag einen Rückgang verbuchen. Er sank von 20,96 auf 20,44 Millionen Franken, wie das Transportunternehmen am Freitag mitteilte. Begründet wird dies im Geschäftsbericht 2017 mit verrechnungstechnischen Anpassungen bei den Partnern des Tarifverbunds Nordwestschweiz (TNW).

Gleichzeitig konnte die AAL letztes Jahr ihren Aufwand senken. Mit 20,42 Millionen fiel er um 480'000 Franken tiefer aus als 2016.

Die AAGL betreibt im mittleren Baselbiet zehn Buslinien auf einer Gesamtlänge von 122 Kilometern. Dazu kommen fünf Nachtbusstrecken mit rund 75 Kilometern. Eingesetzt werden 39 Linienbusse. Die Zahl der Vollzeitstellen sank letztes Jahr von 103,2 auf 97,2.

Die AAGL hat laut Verwaltungsratspräsident Christian Haidlauf ein "turbulentes Jahr" hinter sich. Das Unternehmen geriet unter Druck, weil die Baselland Transport AG angegeben hatte, die AAGL-Linien um 2,1 Millionen Franken günstiger betreiben zu können. Die AAGL ist jedoch überzeugt, dass sie zu unterdurchschnittlichen Kosten Leistungen von guter Qualität anbietet, wie es im Geschäftsbericht heisst.

Die im Mai 2017 von der Baselbieter Regierung beschlossene Ausschreibung der AAGL-Linien ist derzeit sistiert. Sie erfolgt 2023 nur dann, wenn es den beiden Transportunternehmen nicht gelingt, auf den zehn AAGL-Linien und den acht BLT-Linien im Oberbaselbiet jährlich wiederkehrend zwei Millionen Franken einzusparen.

Die AAGL hat sich zum Ziel gesetzt, die vom Kanton definierte Kostenvorgabe zu erfüllen, obwohl schon zwischen 2011 und 2017 die Abgeltungen um 15 Prozent gesunken sind, wie es im Geschäftsbericht heisst. Der Verwaltungsrat prüft nun, welche Einsparungen sich durch Synergien mit der BLT und anderen Transportunternehmen erzielen lassen.