H2-Eröffnung

Über 10000 Menschen schauen sich den Tunnel von innen an

Der Tag des offenen Tunnels als Volksfest zur baldigen Eröffnung der H2 war ein Publikumsmagnet: Bis zu 15000 Besucher besichtigten die Technikzentralen, rannten um die Wette, lauschten den Musikensembles oder spazierten einfach durch den Tunnel.

2,2 Kilometer beträgt die Länge des Schönthaltunnels als Teil der H 2 Pratteln–Liestal. Nicht wenige der über 10 000 Besucher des Tags des offenen Tunnels am gestrigen Sonntag liefen die gesamte Strecke hin und wieder zurück. Denn schliesslich bekommt man nicht alle Tage die Möglichkeit, einen Autotunnel in Ruhe und aus nächster Nähe zu betrachten – und das auch in seinen Eingeweiden unter der Fahrbahn im Leitungsschacht oder darüber in der Lüftungszentrale.

Bereits vor der offiziellen Eröffnung um 10 Uhr warteten die ersten Interessierten vor dem Tunneleingang am Aldi-Kreisel – dem zukünftigen Anschluss «Frenkendorf/Füllinsdorf Süd». Auf 12 000 bis 15 000 Menschen schätzte das Tiefbauamt am Nachmittag die Gesamtzahl der Besucher, die sich vor allem im rund 100 Meter langen Eingangsbereich tummelten. Dort gab es kaum ein Durchkommen zwischen den Essens- und Getränkeständen, dem Sägemehlhaufen der Schwinger und der Bühne, auf der diverse Musikformationen aus Frenkendorf, Füllinsdorf und Liestal spielten.

Im weiteren Verlauf des Tunnels Richtung Norden präsentierten die Nationalstrassen Nordwestschweiz (NSNW) ihre orangefarbene Fahrzeugkolonne, mit der sie in Zukunft den Tunnel sauber und funktionsfähig halten werden. Dabei spiele es keine Rolle, ob und wann der Bund die H 2 übernimmt, da die NSNW auch vom Kanton ein Mandat für die H 2 und H 18 hätten, erklärte Martin Schaffer von der Projektleitung.

«Interesse am Bauwerk als solches»

Für ihn erwies sich der Tag des offenen Tunnels als eine perfekte Mischung aus Volksfest und Betriebsführung. Die Mitarbeiter im Tunnel, in der Lüftungs- und Betriebszentrale seien ständig angesprochen worden: «Die Leute hatten Fragen zum Fahrbahnbelag und zu den Ventilatoren und wollten wissen, wie die Geschwindigkeitstafeln funktionieren.» Selbst im südlichen Teil des Tunnels, in dem es keine Programmpunkte gegeben habe, seien ständig Besucher unterwegs gewesen: «Das zeigt mir, dass das Interesse am Bauwerk als solches tatsächlich da war». Ein «voller Erfolg» sei der Tag damit gewesen. Damit haben sich wohl auch die umstrittenen 500 000 Franken gelohnt: «Was wir mit dem eingesetzten Betrag erreichen wollten, ist voll aufgegangen.»Seite 9

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