Der CVP-Landrat hatte in dieser vom Regierungsrat Auskunft verlangt über die nächsten Schritte bei der Planung des Strassenprojekts. Die Umfahrung soll dereinst die Nordtangente in Basel mit der stadtnahen Tangente bei Allschwil verknüpfen. Die Umfahrung besteht aus zwei Teilen: Aus dem Abschnitt Nordtangente–Bachgraben, daran schliesst ein Tunnel an, der bis an den südlichen Rand der Gemeinde führt.

Derzeit wird nur der erste Abschnitt geplant. Dies, weil der Tunnel zur stadtnahen Tangente gehört. Deren Planung wird vorerst nicht weiter getrieben, weil im November 2015 ein Referendum gegen einen Kredit für eine entsprechende Vorstudie angenommen wurde.

Rund ein halbes Jahr zuvor, im März 2015, war die Umfahrung Allschwil vom Stimmvolk gutgeheissen worden. Derzeit läuft die Vorstudie. Mitte 2017 soll sie abgeschlossen sein, danach wird das Vorprojekt gestartet. Die notwendigen Kredite muss der Landrat sprechen. Dies dürfte in den Jahren 2019 bis 2022 der Fall sein. 2027 könnten dann die ersten Fahrzeuge das neue Strassenstück befahren.

Linienführung über Frankreich?

Die «IG Umfahrungsstrasse Allschwil – stadtnahe Tangente» begrüsst den ambitionierten Zeitplan. In einer Medienmitteilung schreibt die IG, dass mindestens das Vorprojekt bis Ende 2020 beim Agglomerationsprogramm des Bundes eingereicht werden müsse. Nur so bestehe die Chance auf finanzielle Unterstützung aus Bern.

Der Regierungsrat schreibt, der Terminplan sei nur einzuhalten, wenn die Abwicklung reibungslos vonstatten gehe. Es gelte insbesondere zu beachten, «dass durch die Komplexität und die Abhängigkeiten von Dritten (…) Verzögerungen entstehen könnten.»

Die Strasse tangiert auch Gebiet des Kantons Basel-Stadt. Zudem wird bei der Linienführung geprüft, ob man auch auf französisches Territorium ausweichen könnte. Der Regierungsrat geht davon aus, dass sich der Bund mit mindestens 30 Prozent an den anrechenbaren Kosten beteiligt. (bwi)