Kantonsspital Liestal

Ungewisse Zukunft für die Gynäkologie im Kantonsspital Liestal

Die Chefärztin der Gynäkologie in Liestal hat eine Praxisbewilligung beantragt - dem Kantonsspital Liestal bleibt eine ungewisse Zukunft

Die Chefärztin der Gynäkologie in Liestal hat eine Praxisbewilligung beantragt - dem Kantonsspital Liestal bleibt eine ungewisse Zukunft

Chefärztin Nicole Bürki verlässt voraussichtlich das Kantonsspital Liestal – sie hat eine Praxisbewilligung beantragt und erhält sie auf den 1. März. Ob und wann Bürki ihre Funktion in Liestal aufgibt, bleibt jedoch weiterhin unklar.

Nicole Bürki ist Chefärztin Gynäkologie am Kantonsspital Liestal – allerdings scheint sie bereits ihren Abgang zu planen. Aus dem Basler Kantonsblatt geht hervor, dass sie eine Praxisbewilligung in Basel-Stadt beantragt und auf 1. März erhalten hat. Ob und wann Bürki ihre Funktion in Liestal aufgibt, will allerdings niemand beantworten.

Bei der Chefärztin scheinen die Nerven blank zu liegen

Sie verweigerte Antworten auf schriftliche und telefonische Anfragen des «Sonntags». Und auch Spital-Sprecher Urs-Peter Modespacher will sich nicht äussern. Man habe Kenntnis von der Praxisbewilligung, kommentiere die Vorgänge aber nicht.

Auslöser der Konflikt um Leitung des geplanten Zentrums?

Hintergrund des möglichen Abgangs Bürkis könnte ein Konflikt um die Leitung des geplanten Zentrums für Geburtshilfe, Frauenheilkunde und Urologie am Kantonsspital Baselland sein. Dieses soll einst im ehemaligen Kinderspital auf dem Bruderholz unterkommen, wie Spitaldirektor Heinz Schneider in den Medien erklärt hatte.

Wie weit die Planung ist und wer die Leitung des neuen Zentrums übernehmen soll, ist allerdings nicht klar. Ebenfalls unklar ist, warum die Spitalleitung einen Werbefilm auf die Website des Kantonsspitals aufschaltete, mit dem sie Kader-Ärtze für die Frauenklinik in Liestal anwirbt. Das, obwohl Schneider eigentlich «Gynäkologie und Frauenheilkunde vom Bruderholz aus zum Schwerpunkt machen» will, wie er gegenüber der «Basler Zeitung» sagte. Als Kontaktperson ist im Film Nicole Bürki angegeben. Die Spitalleitung will auch dazu keine Fragen beantworten.

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