Hölstein

Uni Basel unschuldig? Experte sagt, der Kran sei doch nicht schuld am Blitzeinschlag

In einer Scheune in Hölstein hat ein Blitz eingeschlagen und ein Rind getötet.

Am Montag schlug während eines Gewitters ein Blitz in eine Scheune in Hölstein ein. Dabei wurde ein Rind getötet. Rasch machte das Gerücht die Runde, ein Kran der Uni Basel sei Schuld am toten Rind. Seit rund einem Jahr steht ein 50 Meter hoher Kran im Waldstück «auf der Schore» in der Nähe der Scheune. Seither habe man in der Umgebung vermehrt mit Blitzeinschlägen zu kämpfen, sagte eine Anwohnerin. Dass der Kran Blitze anlocke, bestätigte auch ein Experte.

Allgemein sei es so, dass Bergspitzen, auf denen ein Turm stehe, häufiger von Blitzen getroffen würden als solche ohne Turm. Der Blitz suche sich jeweils den höchsten Punkt zum Einschlagen. Hat der Hauptblitz diesen gefunden, sei es möglich, dass einige Nebenblitze in der Umgebung einschlügen.

Nun dementiert Attila Matiscak von der Baselbieter Gebäudeversicherung die «Anlock»-These. Der Kran sei nicht Schuld am Einschlag: «Es ist nicht möglich vorherzusagen, an welcher Stelle ein Blitz einschlägt. Die Wahrscheinlichkeit, dass er in den höchsten Punkt eines Gebietes einschlägt, ist höher als in dessen Nähe. Somit ist die Chance, dass er den Kran trifft, sogar höher.» Somit funktionier der Kran sogar als eine Art Blitzableiter für die Scheune. Dass man einen Blitz anziehen könne, sei Irrglaube, sagt Matiscak. Wäre das möglich, könnte man Blitze als neue Energiequelle nutzen.

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Autor

Brooke Keller

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