Gemeindewahlen Binningen

Urs-Peter Moos: «Ich habe gute Arbeit geleistet»

Urs-Peter Moos hat im Vorfeld lange darüber nachgedacht, ob er für den zweiten Wahlgang der Gemeindewahlen antreten wird. (Archiv)

Urs-Peter Moos hat im Vorfeld lange darüber nachgedacht, ob er für den zweiten Wahlgang der Gemeindewahlen antreten wird. (Archiv)

Urs-Peter Moos erklärt, wieso er im Gemeinderat bleiben will und warum es spannend ist, zwischen den Parteiblöcken zu stehen.

Herr Moos, im ersten Wahlgang zu den Gemeinderatswahlen haben Sie als Bisheriger nur mässig abgeschnitten. Jetzt haben Sie entschieden, zum zweiten Wahlgang am 10. April erneut anzutreten. Warum?

Urs-Peter Moos: Ich habe in den vergangenen Jahren bei mehreren schwierigen Dossiers gute Arbeit geleistet, etwa bei der Inter-GGA und dem Verkehr. Vieles hat sich dank mir verbessert, ich bin in die Dossiers eingearbeitet. Wegen meinem Leistungsausweis gibt es keinen Grund, nicht mehr anzutreten.

Sie haben Ihren Entscheid, nochmals anzutreten, erst gestern mitgeteilt. Warum so spät?

Ich habe das Resultat des ersten Wahlgangs reflektiert und festgestellt: Viele meiner Schwierigkeiten wurden von aussen herangetragen und haben mit meiner Tätigkeit als Gemeinderat nichts zu tun. Ich denke da zum Beispiel an die wiederholte Stimmungsmache gegen mich seitens der «Basler Zeitung». Als Gemeinderat gab es von mir keine Fehlleistungen.

Falls Sie wiedergewählt werden,
haben Sie als Parteiloser weiterhin keine Verbündeten im Gemeinderat. Ist das motivierend?

Im Gemeinderat bin ich für meine Dossiersicherheit bekannt und bin auch mit meinen Anträgen meist erfolgreich. Ich kann mein Wissen in alle Geschäftskreise einbringen. Falls jemand das Bild hat, dass es für Moos im Gemeinderat ganz schwierig sein muss, kann ich nur sagen: Dem ist nicht so.

Trotzdem: Ihnen fehlt die Unterstützung einer Partei. Macht das das Politisieren nicht mühsam?

Für Binningen ist es eher ein Vorteil, wenn mindestens ein Gemeinderatsmitglied keiner Partei angehört. Parteien wollen in erster Linie ihre Parteianliegen umgesetzt sehen. Wenn sich zwei Blöcke abzeichnen, ist es spannend, zwischendrin zu stehen. Wer, wenn nicht ein Parteiloser, kann dann die Fronten aufbrechen? Wenn zum Beispiel eine bürgerliche Mehrheit nur noch auf den Steuerfuss schauen würde, wäre das für Binningen fatal. Andererseits wäre es auch nicht gut, wenn eine linke Mehrheit jeweils ihre Anliegen durchsetzen könnte. Die Sachgeschäfte sollten im Vordergrund stehen und nicht eine politische Agenda. (mec)

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