Ausbau

Veloweg entschärft gefährliche Route von Allschwil zum Gym Oberwil

Bald schon können die Oberwiler Gymnasiasten sicherer zu ihrer Schule radeln.

Bald schon können die Oberwiler Gymnasiasten sicherer zu ihrer Schule radeln.

Der Weg für Gymnasiasten von Allschwil nach Oberwil ist gefährlich, müssen sie doch im Mischverkehr die Hauptstrasse benützen. Nun soll ein neuer Veloweg Abhilfe verschaffen. Im Zuge des Radroutenausbaus wird derzeit nicht nur in Oberwil gebaut.

Bereits im vergangenen Jahr hat das Tiefbauamt Basel-Landschaft zahlreiche Etappen in Sachen Ausbau des kantonalen Radroutennetzes gemeistert. Auch in diesem Jahr entstehen zahlreiche Velowege, Lücken werden geschlossen und die Sicherheit für den Langsamverkehr erhöht. Bereits im Herbst 2013 wurde etwa mit einer Verbindung zwischen Zwingen und Brislach begonnen; die Bauzeit dauert dort bis Herbst 2015.

Die erste Baustelle im laufenden Jahr wurde Anfang Januar für die Veloverbindung von Allschwil nach Oberwil eingerichtet. In einer ersten Etappe wird eine 700 Meter lange Verbindung zwischen dem Gymnasium Oberwil und den Familiengärten «Im Buech» erstellt, die beiden weiteren Etappen sollen bis 2015 umgesetzt sein. Sie umfassen eine Strecke von insgesamt rund drei Kilometern.

Bislang bewegen sich die Radfahrer im Mischverkehr auf der Kantonsstrasse, was viele auf den Bus oder längere Alternativstrecken ausweichen lässt. Insbesondere für Schüler des Gymnasiums Oberwil wäre ein Radweg ein grosser Gewinn. Das sieht auch Flavio Naef so. Der Gymnasiast zieht die holperigen Waldwege der Kantonsstrasse bisweilen vor. Aus Sicherheitsgründen. «Heute meide ich den direkten Weg über die Kantonsstrasse, aus Respekt. Mit dem neuen Radweg erwarte ich einen direkteren, sichereren und angenehmeren Schulweg, denn der Weg durch den Wald dauert nicht nur länger. An Regentagen ist da auch viel Schlamm und Dreck.»

Neue Route über das Bruderholz

«Mit dem neuen Radweg soll das Velofahren aus Richtung Allschwil attraktiver werden», weiss Armin Schmauss, Projektleiter Radroutennetz beim Baselbieter Tiefbauamt. Und auch Gymnasiast Naef ist überzeugt: «Spätestens im Sommer werden sich mehr Schüler überlegen, mit dem Velo zur Schule zu kommen.» Erst vergangenen Montag wurde mit dem Bau der Radverbindung zwischen Bottmingen und Münchenstein begonnen. Die Bruderholzstrasse zwischen Fiechthagkreisel und der MFP in Münchenstein dient zwar dank des markierten Radstreifens auch als Veloweg. Dieser werde aber aufgrund der hohen Geschwindigkeiten der Motorfahrzeuge als unangenehm wahrgenommen, so Schmauss. Die Strecke gilt, bei einem Verkehrsaufkommen von durchschnittlich 18500 Fahrzeugen täglich, als hoch belastete Kantonsstrasse. «Die Radfahrer meiden darum diese Strecke vorwiegend und nehmen grössere Umwege in Kauf.»

Bauen in Rekordtempo

Diesen Umwegen wird nun beigekommen. Aufgrund bestehender Feldwege – sie werden im Zuge der neuen Verbindung für Radfahrer und Fussgänger ausgebaut – hält sich die Bautätigkeit in Grenzen. Einzig im Bereich Fiechthagkreisel entstehen neue Wege mit einer Gesamtlänge von rund 250 Metern. Weil die Bauarbeiten in beiden Fällen mehrheitlich neben den Kantonsstrassen stattfinden, rechnet das Tiefbauamt mit geringen Einschränkungen für den Verkehr. Der Radweg Bottmingen-Münchenstein soll bereits Ende März fertiggestellt sein. Die Strecke zwischen Allschwil und Oberwil wird im Mai dem Verkehr übergeben. Das Baselbieter Radroutennetz umfasst eine Strecke von über 300 Kilometern.

Meistgesehen

Artboard 1