Baselbiet

Verein macht sich gegen den Ausbau der Waldenburgerbahn stark

Die Waldenburgerbahn ist mit ihren 75 Zentimetern Spurbreite einmalig.

Die Waldenburgerbahn ist mit ihren 75 Zentimetern Spurbreite einmalig.

Die Spurbreite der Waldenburgerbahn soll von 75 Zentimetern auf einen Meter vergrössert werden – zwei Vereine wehren sich nun gegen den aufwändigen Ausbau. «Die Meterspur hat für den Fahrgast keine Vorteile», erklären sie in einer Mitteilung.

Der Verein Dampfzug Waldenburgerbahn (VDWB) und die Projektgruppe «Vernünftige Modernisierung der Waldenburgerbahn» wehren sich gegen die Umspurung auf das 1-Meter-Gleis. In einem dreiseitigen Schreiben begründen sie, weshalb die Waldenburgerbahn (WB) auch künftig auf der 75-Zentimeter-Spur fahren soll, und berufen sich auf eine selber in Auftrag gegebene Studie.

Die Bahn könne auch auf der engeren Spur modernisiert werden. «Die Meterspur hat für den Fahrgast keine Vorteile», heisst es in der Mitteilung. Zudem habe ein Neubau ein sehr hohes Projektrisiko. So stehe der Termin des Bahnhofumbaus in Liestal noch nicht fest, auch seien die Bundesgelder nicht gesichert.

Der VDWB und die Projektgruppe kommen zum Schluss, dass die Meterspur nur mit einem teuren Neubauprojekt realisierbar ist. Eine Etappierung sei nicht möglich; auch was neu und intakt sei, müsse ersetzt werden. VDWB und Projektgruppe wollen den Dampfzug unbedingt am Leben erhalten, «weil er historisch wertvoll, touristisch nützlich und Teil der Identität ist». Sie sind überzeugt, dass der Dampfbetrieb kostendeckend geführt werden kann.

Der Landrat entscheidet noch dieses Jahr, ob die WB auf einen Meter umgespurt wird oder weiterhin auf der 75-Zentimeter-Spur fährt. Die Regierung schlägt die Umstellung auf Einmeterspur vor. Dies hat sie letzten Monat bekannt gegeben. Das Zusammenfallen von Rollmaterial- und Trassee-Erneuerung sei eine einmalige Chance. (stz)

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