Klima

Viel zu trocken: Schäden am Hardwald kommen Bürgergemeinde teuer zu stehen

Abgestorbene Bäume im Hardwald können abbrechen und Passanten verletzen.

Abgestorbene Bäume im Hardwald können abbrechen und Passanten verletzen.

Wegen Fallholz: Der Hardwald zwischen Birsfelden und Muttenz darf noch bis mindestens Ende Jahr nicht betreten werden.

Schon seit Ende Juli ist der Hardwald für Spaziergänger gesperrt. Das wird noch eine Weile so bleiben. An der Sitzung des Basler Bürgergemeinde von gestern Dienstag wurde eine Verlängerung der Sperrung bis mindestens Ende Jahr bekannt gegeben. Die Bürgergemeinde ist Eigentümerin des Waldes zwischen Birsfelden und Muttenz. Lediglich der Hardwald-Ausläufer auf Birsfelder Gemeindegebiet ist derzeit begehbar. Die Gemeinde gab diesen Abschnitt Ende Juli nach Sicherheitsholzungen wieder frei.

Im übrigen Waldgebiet ist die Sicherheit der Nutzer wegen der Trockenheit jedoch nach wie vor nicht gegeben. Bäume könnten um- und Äste abfallen, teilte die Bürgergemeinde bereits im Mai mit, als sie die ersten Teilgebiete absperrte.

Die Bürgergemeinde kommen die Schäden, die vor allem vom Hitzesommer 2018 herrühren, teuer zu stehen. Die Kosten für die Sicherheitsabholzung, Wiederaufforstung und Pflege der Jungbäume werden auf rund vier Millionen Franken geschätzt. Nicht enthalten sind in dieser Summe die Kosten für die Sicherung der Trinkwasser-Aufbereitungsanlagen im Hardwald. Allein das Entfernen des Totholzes kostet laut Bürgergemeinderat 1,4 Millionen Franken.

Kiesboden im Hardwald kann kaum Wasser speichern

Ursprünglich war die Bürgergemeinde davon ausgegangen, dass 2000 Bäume, zumeist Nadelbäume, abgestorben seien, rund ein Fünftel des Bestands. Im Juli wurde die Zahl auf über 6000 Bäume korrigiert.

Alle Wälder haben unter der Trockenheit zu leiden. Dass es dem Hardwald, der mit 2,6 Quadratkilometern Fläche so gross ist wie die gesamte Gemeinde Birsfelden, besonders schlecht geht, hat mit seinem Untergrund zu tun. Die Bäume wurzeln zumeist in einem Kiesboden ohne dichtende Unterschicht. Das hat zur Folge, dass das Wasser rasch abfliesst – Reserven gibt es kaum. (sda/bwi)

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