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Viele Kabel für weniger Bussen im Arisdorf-Tunnel

Neur Blitzer wird vor Arisdorf-Tunnel montiert.

Viele Kabel für weniger Bussen im Arisdorf-Tunnel

Neur Blitzer wird vor Arisdorf-Tunnel montiert.

Astra installiert das neue Messsystem im Arisdorf-Autobahntunnel; es ist vom Sinn der Abschnittsgeschwindigkeitskontrollen überzeugt

«Abschnittsgeschwindigkeitskontrolle» heisst das Wort in seiner ganzen Pracht. Die neue Art, auf der A2 im Baselbiet das Tempo zu kontrollieren, rückt immer näher. Das verraten die Bauaktivitäten an den beiden Eingängen des Arisdorf-Tunnels: Gerüste sind aufgestellt, Kameras werden installiert, Kabel verlegt.

So wird es schon bald möglich sein, die Durchschnittsgeschwindigkeit eines Automobilisten zwischen Tunneleingang und -ausgang zu messen. Im September wird die Schweizer Pilotanlage getestet und geprüft, ab Oktober wird richtig «geblitzt». Das Astra, das Bundesamt für Strassen, wird den Beginn nochmals ankünden und die funktionstüchtige Pilotanlage den Medien vorführen. Zudem warnen Schilder vor dem Tunnel vor der neuen Kontrolle.

Doch selbst ohne diese Hinweise würden für Schnellfahrer kaum härtere Zeiten anbrechen, ist man beim Astra überzeugt. Auch wenn im Baselbieter Landrat von bürgerlicher Seite bereits ein Raubzug gegen die Automobilisten gewittert wurde, so zeigen Erfahrungen aus dem Ausland, dass im Vergleich zu den heutigen punktuellen Messungen bei Abschnittsmessungen die Bussen «deutlich zurückgehen», wie Astra-Sprecher Thomas Rohrbach aufzeigt.

Die Sicherheit erhöht sich

Dies hat einen einfachen Grund: Der Arisdorf-Tunnel mit seinen bis zu 80000 Autos täglich ist im Gegensatz zum auf wenig später geplanten Messabschnitt in der Romandie keine einfache, gerade Strecke. Und da sie zudem tagsüber dicht befahren ist, müsste man sich direkt Mühe geben, um sich konstant über der erlaubten Geschwindigkeit zu halten. Damit es blitzt, wären, die Toleranz eingerechnet, konstant 106 Stundenkilometer gefragt. Temposünder, die heute nur kurz zu schnell unterwegs sind und in diesem Moment erfasst werden, würden nun wegfallen.

«Das Astra ist an möglichst wenig Bussen interessiert», betont er. Die neue Anlage würde dazu beitragen, den Verkehr zu verflüssigen und damit ökonomischer, ökologischer und sicherer zu machen. Auch wenn der Vergleich mit den Autobahnen in Italien nur bedingt zulässig ist, so führten die neuen Kontrollen dort zu einem eklatanten Rückgang der Opferzahlen. Für dieses Ziel sollte man sich an «Big Brother» gewöhnen und an das Wort Abschnittsgeschwindigkeitskontrolle.

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