Das Baselbieter Transportunternehmen BLT macht vorwärts bei der Umstellung auf die CO2-freie Antriebsart. Bereits am nächsten Donnerstag wolle die BLT den Auftrag für fünf Elektrobusse auf der öffentlichen Beschaffungsplattform ausschreiben, sagt Direktor Andreas Büttiker auf Anfrage. Diese sollen künftig auf der Linie 37 zwischen Bottmingen und Aeschenplatz zum Einsatz kommen. Der Testbetrieb werde über mehrere Jahre laufen, sagt Büttiker.

Für die Linie 37 habe sich die BLT entschieden, weil sie sowohl urbane als auch ländliche Teilstrecken enthalte. Gleichzeitig sei die Strecke weniger lang als beispielsweise einige Linien im Oberbaselbiet. «Die Reichweite der Batterien ist immer noch ein Thema», sagt Büttiker. Leistungsstarke Batterien seien immer noch sehr schwer, was wiederum einen negativen Effekt auf die Energiebilanz habe. Geplant ist eine Ladestation bei der Haltestelle Bottmingen Schloss sowie eine beim Depot in Oberwil.

Regierung will die E-Busse

Bereits im vergangenen Herbst weihte Büttiker die bz in die Pläne ein. Damals sagte er, geplant sei der E-Bus-Test für Mitte 2020. Heute klingt er vorsichtiger: Die Wartefristen für einige Elektrobusse betragen bis zu einem Jahr. Noch nicht gesichert sei die Finanzierung, doch habe er von der kantonalen Baudirektorin Sabine Pegoraro positive Signale erhalten. Auch hat die Baselbieter Regierung jüngst einen Vorstoss der Grünen-Landrätin Florence Brenzikofer entgegengenommen, welche einen E-Bus-Testbetrieb bei der BLT forderte.

Anders als bei den Basler Verkehrsbetrieben (BVB) ist die BLT aber weit davon entfernt, den ganzen Busbetrieb auf elektrisch betriebene Fahrzeuge umzustellen. Die BVB wollen bei der nächsten Ausschreibung 2020/22, bei der die Hälfte der Busflotte neu beschafft wird, voll auf E-Busse setzen.