Start-up-Kompetenzzentrum

Von wegen Corona-Krise: Der Business Parc baut aus und expandiert nach Liestal

Platz für über 50 neue Mieter auf sieben Etagen bietet der Erweiterungsbau in Reinach (links). Rechts ist das bisherige Business Parc-Gebäude zu sehen, das die Stiftung 2007 erworben hat.

Platz für über 50 neue Mieter auf sieben Etagen bietet der Erweiterungsbau in Reinach (links). Rechts ist das bisherige Business Parc-Gebäude zu sehen, das die Stiftung 2007 erworben hat.

Das Reinacher Start-up-Kompetenzzentrum investiert 20 Millionen Franken in einen Erweiterungsbau. Die Nachfrage nach Flächen und Beratungen sei auch während der Coronakrise gross, heisst es von Seiten der Trägerstiftung. Und: Schon ab März gibt es auch einen Ableger im Oberen Baselbiet.

Nix mit Pessimismus beim Business Parc. Die Stiftung investiert kräftig. Sie will in Reinach ein zweites Gebäude hochziehen und in Liestal eine neue Niederlassung eröffnen. Stiftungsratspräsident Klaus Endress sagte am Donnerstag an einer virtuellen Medienkonferenz, man sei mit dem Erweiterungsprojekt in Reinach zwar rund ein Jahr im Verzug. Doch das habe nichts mit der Coronakrise zu tun. «Wir hatten schon vor langer Zeit die Vision zu erweitern», sagte der Unternehmer. «Den Business Parc braucht es. Unser Vorhaben hat seine Richtigkeit.»

Der Erweiterungsbau in Reinach soll ab 2024 über 50 zusätzlichen Mietern Platz bieten. Schon ab März steht der Ableger in Liestal zur Verfügung. Der Business Parc mietet sich beim Treuhandunternehmen Tretor an der Industriestrasse 7 im Erdgeschoss ein. Die Filiale in der Kantonshauptstadt bietet Platz für ein Dutzend Arbeitsplätze. Ein Ausbau wäre möglich.

«Warum nicht das Experiment Liestal wagen?»

Geschäftsführer des Business Parcs ist der Reinacher Gemeindepräsident Melchior Buchs. Er ergänzte, der Schritt nach Liestal sei wichtig. «Damit nehmen wir weitere Teile des Baselbiets in den Fokus. Schon zuvor kam ein grosser Teil der Unternehmen, die wir beraten haben, aus dem Oberbaselbiet. Daraus entstand die Idee: Warum nicht dieses Experiment in Liestal wagen?»

Für den Neubau im Reinacher Gewerbegebiet Kägen wird ein Entwurf des Basler Architekturbüros Scopebox realisiert. Die Kosten beziffert die Stiftung auf rund 20 Millionen Franken. Das siebengeschossige Gebäude schliesst am Christoph- Merian-Ring an den bisherigen Business Parc an. Diese Immobilie wurde 2007 erworben und 2010 vergrössert.

Hohe Belegung spricht für einen Neubau

Trotz Corona verzeichne man eine ungebrochen hohe Nachfrage nach Räumlichkeiten und Dienstleistungen, gab Melchior Buchs bekannt: «Bis auf zwei Räume ist unser Haus voll.» Gerade die hohe Belegung habe die Stiftungsleitung in der Absicht bestärkt, einen Neubau zu erstellen und in den oberen Kantonsteil zu expandieren. Er könne sich vorstellen, sagte Buchs, dass Homeoffice und Kurzarbeit den einen oder anderen im vergangenen halben Jahr dazu bewogen hätten, den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen.

Aktuell hat der Business Parc 86 Mieter mit rund 120 Mitarbeitenden. Die Stiftung hat bekannte Unternehmen hervorgebracht, etwa die Kommunikationsagentur Fade-out. Hinter dem Business Parc steht die Stiftung Regionales Gründerzentrum Reinach. Die gemeinnützige Non-Profit-Organisation feiert in diesem Jahr das 20-Jahr- Jubiläum. Jährlich werden im Gründerzentrum laut der Stiftung über 100 Erstgespräche und rund 50 Businessplan- Coachings durchgeführt.

Der Erweiterungsbau werde ausserdem einen grossen Teil der Infrastruktur mit dem «alten» Business Parc teilen, so Geschäftsführer Buchs: «So erreichen wir ein wichtiges Ziel: die Mieten so tief wie möglich halten.»

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