Allschwil

Vorerst gibt es keine Abstimmung über den Turm von Herzog & de Meuron

Das Allschwiler Ortsparlament sagt Ja zum 40 Meter hohen Neubau. (Visualisierung)

Das Allschwiler Ortsparlament sagt Ja zum 40 Meter hohen Neubau. (Visualisierung)

In Allschwil kann die Stimmbevölkerung vorerst nicht mitentscheiden, was auf dem Baselink-Areal im boomenden Wirtschaftsgebiet Bachgraben geschieht. Ein Antrag aus den Reihen der Grünen, über die Planungen für ein Teilgebiet des Areals das Volk abstimmen zu lassen, ist im Ortsparlament chancenlos geblieben.

Grünen-Einwohnerrat Ueli Keller forderte an der Sitzung des Parlaments am Mittwoch, dass es ein Referendum geben sollte, zumindest über den Quartierplan Alba, der einen Teil des Baselink-Areals abdeckt. «Die Bevölkerung von Allschwil hatte noch nie die Gelegenheit», sagte Keller, «irgendwie zum Bachgraben-Boom Stellung zu nehmen. Mit dem Referendum könnte sich die Stimmbevölkerung mit dem Thema auseinandersetzen und Stellung beziehen, was sie zur Entwicklung meint.»

Grüne müssten jetzt 500 Unterschriften sammeln

Auch wenn es sich beim betreffenden Areal nur um ein Teilgebiet handle, sei es wertvoll, die Meinung der Einwohnerinnen und Einwohner abzuholen, sagt Keller. Der Einwohnerrat genehmigte den Quartierplan Alba, wollte jedoch grossmehrheitlich nichts davon wissen, das Geschäft auch noch dem Volk vorzulegen. Noch hätten die Grünen die Gelegenheit, auf anderem Weg eine Volksabstimmung zu erreichen. Für ein Referendum müssten sie 500 gültige Unterschriften einreichen.

Im nordöstlichsten Zipfel des Basellink-Arelas plant das Basler Architekturbüro Herzog & de Meuron unter anderem ein 40 Meter hohes Gebäude. Bei der Volksabstimmung wäre es somit lediglich um diesen, vergleichsweise kleinen Teil des Baselink-Areals gegangen.

Grösste Baustelle im Kanton

Das Entwicklungsgebiet im linksufrigen Bachgraben-Gebiet gilt als die grösste Baustelle des Kantons Baselland. Unter anderem entstehen dort die Neubauten für das Schweizerische Tropeninstitut und für den Innovationspark Nordwestschweiz. Auch die Pharmafirma Basilea wird an den Basler Stadtrand ziehen. Lediglich beim Alba-Areal war bislang ein Quartierplan ausgearbeitet worden im Rahmen der Baselink-Vorhaben. Das hat mit dem Umstand zu tun, dass das Hochhaus die ansonsten fürs Bachgraben vorgesehene maximale Gebäudehöhe von 20 Metern überschreitet.

Auch bei der vorgesehenen Aufstockung des Idorsia-Hauptsitzes war ein Quartierplan vorgelegt worden, den der Einwohnerrat bereits genehmigt hat. Das Pharmaunternehmen will ebenfalls bis 40 Meter hoch bauen. Die Liegenschaften von Idorsia gehören jedoch nicht mehr zum Baselink-Areal. Noch höhere Gebäude sind wegen des nahen Euro-Airports im Bachgraben nicht möglich.

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