Die Waldenburgerbahn AG (WB) wird von der erheblich grösseren Baselland Transport AG (BLT) geschluckt. Dies ist ein wichtiger Schritt in die Zukunft der WB, wie Urs Steiner, Verwaltungsratpräsident der WB, im Gespräch mit der bz bestätigt. Denn die WB muss in den kommenden Monaten und Jahren kräftig in neues Rollmaterial und neue Infrastruktur investieren.

«Eine grosse Herausforderung», so Steiner, «ich denke, hier gibt es Synergien mit der BLT, die solche Projekte schon gemacht hat». Denn für solch grosse Investitionen sei die WB nicht gerüstet, deshalb greife man auf die bestehenden Kapazitäten der BLT zurück. Trotz der bevorstehenden Übernahme verändert sich für die 32 Mitarbeiter der WB wenig bis nichts. Die bestehenden Arbeitsverträge werden übernommen. «Vielleicht wird jedoch das Aufgabengebiet vielfältiger», erklärt Steiner.

Noch ist die Übernahme aber noch nicht in trockenen Tüchern. Für den definitiven Entscheid muss noch der Landrat sowie die Generalversammlungen der BLT und der WB den Plänen zustimmen: Die der WB wird voraussichtlich im Herbst stattfinden.

Ob die Übernahme ein Schritt in Richtung Spurverbreiterung ist, schloss Steiner explizit aus. «In einer Strategieüberarbeitung vor drei Jahren wurde entschieden, dass die WB eine Bahn bleibt, die von Waldenburg nach Liestal führt», erklärt Steiner. Erst infolge vom Ausbau des Liestaler Bahnhofes könne man die Gleise erneuern. Man warte ab, wie sich der Landrat entscheide, erklärt der Verwaltungsratpräsident, mit der Übernahme habe dieser Entscheid nichts zutun.

Das ganze Interview ist am Dienstag in der bz zu lesen.