Bereits am Montag hat das Amt für Wald beider Basel die Benützer des Waldes gewarnt. Wegen der anhaltenden Trockenheit können Äste von Bäumen fallen, was eine Gefahr darstellt. 

Die Bürgergemeinde Basel, der der Hardwald und die Langen Erlen gehören, geht jetzt einen Schritt weiter. Am Dienstag ist auf dem Spielplatz beim Restaurant Waldhaus ein Ast heruntergefallen. Der Platz wurde umgehend gesperrt. Zwar ist sonst bisher nirgends ein Ast auf eine für die Erholung bestimmte Fläche gefallen.

Bis Donnerstagabend gesperrt

Trotzdem ergreift die Bürgergemeinde jetzt eine vorsorgliche Massnahme. Sie sperrt nämlich in ihren beiden Wäldern systematisch alle Rastplätze. «Dort ist man längere Zeit unter den Bäumen», erklärt Revierförster Christian Kleiber. «Deshalb ist dort das Risiko besonders gross, getroffen zu werden.» Bis am Donnerstag Abend soll kein Rastplatz mehr zugänglich sein. 

An den Eingängen zum Hardwald stellen seine Mitarbeiter heute Schilder auf. Das Betreten des Waldes geschehe auf eigene Gefahr, steht dort drauf. «Wenn etwas geschieht, wird immer ein Schuldiger gesucht», sagt Kleiber. «Wir wollen uns absichern.» 

Äste sehen noch grün aus

Eine Totalsperrung der Wälder kommt aber nicht in Frage. Das ist schon nur aus Gründen der Grösse nicht machbar. Zudem garantiert das Bundesgesetz generell einen 24-stündigen Zutritt zum Wald. 

Vorsorglich tätig werden die Förster der Bürgergemeinde nicht. Es fallen nämlich nicht etwa nur trockene Äste herunter, sondern grüne. «Sie sind nicht zu erkennen«, sagt Kleiber. «Sie haben keine Faulstelle und sehen gesund aus.»

Wege benützen empfohlen

Nicht ganz so dramatisch wie im Hardwald und in den Langen Erlen ist die Lage im Allschwiler Wald. Der beliebte Spazierwald steht nämlich nicht auf wasserdurchlässigem Schotter, sondern auf Löss. Dieser behält das Wasser länger. Rastplätze komplett zu sperren, ist dort deshalb kein Thema.

Hingegen hat das Forstrevier Allschwil/Vorderes Leimental eine Warnung herausgegeben, wie der stellvertretende Betriebsleiter Adrian Amsler erklärt. An den wichtigsten Eingängen zum Wald und auch in den lokalen Medien werden die Besucher dazu aufgerufen, nur die offiziellen Wege zu benutzen. «Dort können wir auf die Situation ein Auge werfen», sagt Amsler. Auch im Allschwiler Wald ist es nicht einfach vorauszusehen, welche Äste herunterfallen könnten. «So können wir wenigsten ein Stück weit die Verantwortung übernehmen.» 

Bei Gewitter besteht Lebensgefahr

Richtig gefährlich könnte es werden, wenn wie angekündet am Wochenende Gewitter über die Region kommen. Der Regen mache die Äste noch schwerer, erklärt Kleiber. Und der Wind könne sie runterblasen. «Wer dann in den Wald geht, ist lebensmüde.»