Ständeratswahlen 2015

Wen schicken die Bürgerlichen gegen Janiak ins Rennen?

Wem muss sich Claude Janiak stellen?

Wem muss sich Claude Janiak stellen?

Claude Janiak will erneut in den Ständerat. Für die Wahlen im Herbst 2015 stellt sich nun die Frage, gegen welche Konkurrenz sich der SP-Politiker durchsetzen muss. Vieles spricht für Wirtschaftskammer-Direktor Christoph Buser.

Im kommenden Herbst dürfte die Wiederwahl für Claude Janiak kein Spaziergang werden. Zwar hat die beliebte Grünen-Nationalrätin Maya Graf klargemacht, eigene Ambitionen aufs Stöckli zurückzustellen, wenn Janiak nochmals antritt. Hingegen wollen die bürgerlichen Parteien SVP, FDP und CVP, die aus den kantonalen Wahlen vom Sonntag gestärkt hervorgegangen sind, mit einer gemeinsamen Ständeratskandidatur aus Reihen der FDP ins Rennen steigen. Zumindest hält dies ein Strategiebeschluss der Präsidenten von SVP, FDP und CVP vom 1. Juli 2014 fest.

«Ich gehe davon aus, dass diese Abmachung unbestritten ist», sagt FDP-Präsidentin Christine Frey. Sie ist überzeugt, dass nun die Stunde gekommen ist, mit frischen Kräften Grandseigneur Janiak anzugreifen. 

Eine Bestätigung dazu hat sie von CVP-Chef Marc Scherrer erhalten. Nicht aber von Oskar Kämpfer (SVP): Dies unterschreibe er derzeit nicht. Er müsse den Entscheid der Parteileitung abwarten.

Möglich also, dass die SVP für den 18. Oktober einen eigenen Kandidaten portiert. Das realistischste Szenario – und jenes mit den grössten Wahlchancen – ist jenes eines breit abgestützten FDP-Kandidaten.

Als Direktor der mächtigen Wirtschaftskammer verfügt er über die nötige Power im Rücken, um in einen solchen Wahlkampf zu steigen. Den 43-Jährigen zieht es wie seinen Vorgänger Hans Rudolf Gysin nach Bern. Der FDP-Landrat könnte aber versucht sein, eine Stöckli-Kandidatur als Wahllokomotive für den anvisierten Sitz im Nationalrat zu nutzen. Unterliegt er Janiak, ist das keine Katastrophe.

Der Topfavorit: Christoph Buser, FDP

Als Direktor der mächtigen Wirtschaftskammer verfügt er über die nötige Power im Rücken, um in einen solchen Wahlkampf zu steigen. Den 43-Jährigen zieht es wie seinen Vorgänger Hans Rudolf Gysin nach Bern. Der FDP-Landrat könnte aber versucht sein, eine Stöckli-Kandidatur als Wahllokomotive für den anvisierten Sitz im Nationalrat zu nutzen. Unterliegt er Janiak, ist das keine Katastrophe.

Der Arlesheimer FDP-Landrat (42) erzielte letzten Sonntag das beste Resultat aller Landratskandidaten in seinem Wahlkreis; holt Stimmen von SP bis SVP. Ist als Geschäftsführer des Arbeitgeberverbands der Schweizer Banken national gut vernetzt. Sein Handicap: Er gilt in der eigenen Partei als Outlaw. Könnte sich die FDP durchringen, ihn zu portieren, würde er Janiak gefährlich.

Aussenseiter mit Potenzial: Balz Stückelberger, FDP

Der Arlesheimer FDP-Landrat (42) erzielte letzten Sonntag das beste Resultat aller Landratskandidaten in seinem Wahlkreis; holt Stimmen von SP bis SVP. Ist als Geschäftsführer des Arbeitgeberverbands der Schweizer Banken national gut vernetzt. Sein Handicap: Er gilt in der eigenen Partei als Outlaw. Könnte sich die FDP durchringen, ihn zu portieren, würde er Janiak gefährlich.

Als aktuelle FDP-Nationalrätin wäre die 47-Jährige auf dem Papier prädestiniert, für die Bürgerlichen in den Ständeratswahlkampf zu ziehen. Darf auf Support aus dem Oberbaselbieter Gewerbe zählen, gilt aber für freisinnige Meinungsführer als zu unauffällig. Die FDP-Leitung wird ihre Stöckli-Kandidatur zu verhindern wissen – ausser sie möchte Schneeberger damit bewusst verheizen.

Die Chancenlose: Daniela Schneeberger, FDP

Als aktuelle FDP-Nationalrätin wäre die 47-Jährige auf dem Papier prädestiniert, für die Bürgerlichen in den Ständeratswahlkampf zu ziehen. Darf auf Support aus dem Oberbaselbieter Gewerbe zählen, gilt aber für freisinnige Meinungsführer als zu unauffällig. Die FDP-Leitung wird ihre Stöckli-Kandidatur zu verhindern wissen – ausser sie möchte Schneeberger damit bewusst verheizen.

Wird die Abmachung der Bürgerlichen über den Haufen geworfen, könnte die SVP ihren Nationalrat Thomas de Courten gegen Janiak ins Rennen schicken. Der 48-Jährige hat sich in Bern etabliert, er figuriert gar auf einer Shortlist der SVP für die Bundesratswahlen. Er gilt als ehrgeiziger Parteisoldat ohne ausgeprägtes Charisma, ist daher ausserhalb eigener Reihen kaum mehrheitsfähig.

Der Sprengkandidat: Thomas de Courten, SVP

Wird die Abmachung der Bürgerlichen über den Haufen geworfen, könnte die SVP ihren Nationalrat Thomas de Courten gegen Janiak ins Rennen schicken. Der 48-Jährige hat sich in Bern etabliert, er figuriert gar auf einer Shortlist der SVP für die Bundesratswahlen. Er gilt als ehrgeiziger Parteisoldat ohne ausgeprägtes Charisma, ist daher ausserhalb eigener Reihen kaum mehrheitsfähig.

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