Kriminalstatistik

Weniger Einbrüche, dafür mehr Unfälle im Baselbiet

Auf den Basebieter Strassen kallte es 2016 häufiger als im vorigen Jahr. (Symbolbild)

Auf den Basebieter Strassen kallte es 2016 häufiger als im vorigen Jahr. (Symbolbild)

Im Baselbiet hat es sich im vergangenen Jahr etwas sicherer gelebt: Die Zahl der Einbrüche im Kanton hat 2016 um 219 Fälle auf 1467 abgenommen. Die Gesamtzahl aller registrierten Straftaten sank um acht Prozent auf 12'985 Delikte. Dafür krachte es mehr auf den Strassen.

Im sonst schon sehr sicheren Baselbiet ist das Leben noch sicherer geworden: Die Zahl der Einbrüche im Kanton hat 2016 um 219 Fälle auf 1467 abgenommen. Die Gesamtzahl aller registrierten Straftaten sank um 8 Prozent auf 12 985 Delikte. Dafür krachte es häufiger auf den Strassen, und es gab mehr Leichtverletzte bei Unfällen als im Vorjahr.

Die «mit Abstand grösste Herausforderung» im Kanton bleiben die Einbruchdiebstähle, sagte Sicherheitsdirektor Isaac Reber gestern bei der Vorstellung der Kriminal- und Unfallstatistik 2016 in Liestal. Was gleichzeitig eine gute Nachricht sei, da der Kanton in Sachen Kriminalität keine ärgeren Probleme habe. Die weitere Abnahme der Einbruchsdiebstähle von 13 Prozent gegenüber 2015 führen die Verantwortliche vor allem auf den «massiven Personaleinsatz» zurück, der auch im vergangenen Jahr weitergeführt worden ist. Besonders bemerkenswert ist, dass sich die Aufklärungsrate bei den Einbruchdiebstählen von 11 auf 22 Prozent verdoppelt hat.

Seit 2014 gingen die Einbruchdiebstähle im Kanton sogar um satte 38 Prozent zurück. Nebst dem Personaleinsatz, der das Polizeikorps vor allem am Abend stark belastet, sei dafür auch die Sensibilisierung der Bevölkerung verantwortlich. So wüsste die Bevölkerung inzwischen, dass sie im Zweifel bei verdächtigen Bewegungen im Quartier besser die Polizei benachrichtigen solle.

Nachhaltig sind die Einsätze gegen Einbrecher indes nicht, wie die Verantwortlichen ausführten. Sobald die Polizei ihre Mittel – vor allem die Präsenz auf der Strasse – zurückfährt, würden die Einbruchszahlen schon nach kurzer Zeit wieder ansteigen. Darum darf laut Reber jetzt nicht der Trugschluss gezogen werden, dass das Problem vom Tisch sei, und es wieder weniger Polizisten benötige.

730 Fälle von Gewalt

Die 12 985 Delikte bedeuten die tiefste Zahl der letzten sieben Jahre. Um 4 Prozent zurück ging 2016 die so genannte «Kriminalitätsbelastung», also die Anzahl Straftaten pro 1000 Einwohnenden. Sie lag bei 56 Taten. Die Gewaltstraftaten gingen im Baselland um 13 Prozent auf 729 Fälle zurück. Dennoch gehören sie für Burkhard nebst den Einbrüchen weiter zu den «Kerndelikten» im Kanton. Raubdelikte haben dabei von 32 auf 19 Fälle abgenommen. Vergewaltigungen gab es wie im Vorjahr zehn Fälle.

Die Zahl der durch die Polizei registrierten Verkehrsunfälle stieg indes gegenüber dem Vorjahr um 3 Prozent auf 1175 Unfälle. Den grössten Teil der Zunahme machten Unfälle mit Leichtverletzten aus. Die Zahl der Verkehrstoten nahm um eine auf acht Personen zu. Unfallursache Nummer eins blieb Unaufmerksamkeit. «Sorgen» machen dabei insbesondere Personen über 65 Jahren, wie Christoph Naef, Leiter Verkehrssicherheit, sagte.

Einerseits sei der Anstieg hier auf die demografische Entwicklung zurückzuführen, andererseits auf die Tatsache, dass Personen in immer höherem Alter noch im Verkehr unterwegs seien. (SDA/bos)

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