Liestal

Wenn Kinder Feuer und Flamme sind – Ferienpassangebot stösst auf grossen Anklang

Die Stützpunkt- und Regionalfeuerwehr Liestal öffnet für Kinder ihre Türen. Das Ferienpassangebot stösst auf grossen Anklang.

Blaulichtorganisationen ziehen immer bei Kindern. Das ist deutlich zu erkennen am Anlass, den die Stützpunkt- und Regionalfeuerwehr Liestal gestern im Rahmen von Ferienpass X-Island Baselland durchgeführt hat. Rund 90 erwartungsfrohe Kinder mit leuchtenden Augen sind gespannt. Begleitet werden sie von Eltern oder Grosseltern. Die Mädchen und Knaben können kaum warten, bis sie die gegen 20 Feuerwehrleute mit Vizekommandant Markus Rudin an der Spitze ins Feuerwehrmagazin bitten.

Zu Beginn sehen sie im Theorieraum Fotos von Einsätzen und Übungen, auch von der Jugendfeuerwehr. «Wir wollen ein bisschen dazu animieren, dass später die 12- bis 18-Jährigen in die Jugendfeuerwehr kommen», macht Rudin keinen Hehl daraus, weshalb die Liestaler Feuerwehr seit 40 Jahren Nachmittage für Kinder organisiert.

Danach gehts an die Arbeit. Die Kleinen werden in sechs Gruppen aufgeteilt und laufen im Turnus die sieben verschiedenen Posten an. Der fünfjährige Lenn steigt soeben aus der Führerkabine des Tanklöschfahrzeugs herunter. «Das war gut. Ich möchte auch einmal in einem Feuerwehrauto mitfahren und in die Feuerwehr gehen», meint der Knabe. Zuvor hat ein Feuerwehrmann der Kinderschar das Fahrzeug vorgestellt und die Gerätschaften erklärt. Miro «schiesst» mit dem Strahlrohr Kunststoffhütchen um. Dabei wird er von einer Feuerwehrfrau unterstützt. «Ich möchte nicht spritzen, wenns brennt», sagt der Sechsjährige ehrfürchtig.

«Dieser Nachmittag ist eine ganz geniale Sache»

Mit der Eimerspritze versucht Lilith (5), möglichst genau auf ein Ziel zu spritzen. Ihr Mami muss fest pumpen. Lilith schafft es; als Lohn spickt dem Mädchen ein Schleckstängel entgegen. In seiner Euphorie betont es: «Ich möchte später in die Feuerwehr.»

Andrea Waldmeier ist mit ihrem Sohn und ihrer Tochter gekommen. Für sie sei es «super», dass die Feuerwehr so was mache. Die Frau arbeitet beim Feuerwehrinspektorat, stellt aber klar, «dass zu Hause nicht permanent die Feuerwehr das Thema ist». Als Grossvater begleitet Willy Rombach seine Enkeltochter an diese Veranstaltung, die er «gar nicht so schlecht findet». Er weiss allerdings nicht, wie stark sein Grosskind an der Feuerwehr interessiert ist.
«Dieser Nachmittag ist eine ganz geniale Sache», entfährt es Andi Wagner. Er gehört seit zehn Jahren der Feuerwehr Liestal an und ist Offizier. Seine zwei Töchter, die neben ihm stehen, seien schon leicht mit dem Feuerwehrvirus infiziert.

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